Leipzig: Auto fährt in Menschenmenge


Leipzig: Ein Polizeiwagen parkt hinter einer Polizeiabsperrung an der Stelle, wo ein Auto in eine Menschengruppe gefahren ist

Ein Auto ist in der Leipziger Innenstadt in eine Menschengruppe gefahren. Laut der Stadt gibt es mindestens zwei Tote. Mehrere Menschen wurden verletzt. Die Hintergründe sind noch unbekannt.

04.05.2026 | 1:22 min


In der Leipziger Innenstadt ist am Nachmittag ein Auto in eine Menschenmenge gefahren. Laut Polizeipräsident René Demmler habe es „zwei schwere Kollisionen“ gegeben. Dabei seien zwei Menschen gestorben. Nach Angaben der Stadt gab es auch drei Schwerverletzte und eine Vielzahl von Verletzten.

X-Post der Polizei Sachsen

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Die Polizei sprach anfangs von einer „unübersichtlichen Lage“ und bestätigte zunächst einen Toten, später dann zwei. Es sei ein Großeinsatz ausgelöst worden.

Fahrer des Fahrzeugs festgenommen

Der Fahrer sei von Einsatzkräften noch an seinem Fahrzeug gestellt und festgenommen worden, teilte die Polizei am Abend mit. Er habe sich widerstandslos festnehmen lassen und befinde sich aktuell in polizeilichem Gewahrsam. Polizeipräsident Demmler sagte:

Der Täter wurde durch uns im Fahrzeug dingfest gemacht.

René Demmler, Polizeipräsident

Am Abend erklärte Landesinnenminister Armin Schuster (CDU) vor Pressevertretern, bei dem mutmaßlichen Täter handele es sich um einen 33-Jährigen Deutschen. Das Motiv blieb zunächst allerdings unklar. Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen Mordes in zwei Fällen sowie versuchten Mordes in mindestens zwei Fällen. „Wir gehen von einer Amoktat aus“, sagte eine Staatsanwältin. Es gebe keinerlei Anzeichen für „eine andere Lesart“ und auch keine Anzeichen für weitere Täter. „Es ist ein Amoktäter“, sagte auch Schuster. Es herrsche „Entsetzen und Trauer zugleich“.

Sachsen, Leipzig: Armin Schuster (r, CDU), Innenminister von Sachsen trifft zu einer Pressekonferenz ein.

Armin Schuster (r.), Innenminister von Sachsen, trifft zu einer Pressekonferenz ein.

Quelle: dpa


Tat in Leipziger Einkaufsstraße in der Innenstadt

Nach Polizeiangaben geschah der Vorfall in der Grimmaischen Straße. Der mutmaßliche Amokfahrer sei nach ersten Erkenntnissen vom Augustusplatz durch die Grimmaische Straße über den Markt gefahren – etwa einen halben Kilometer durch die Innenstadt. In der Nähe liegen die Universität Leipzig und die Nikolaikirche.

Karte, Leipzig, Innenstadt

Die Grimmaische Straße ist eine zentrale Einkaufsstraße in Leipzig.

Quelle: ZDF


Die Rettungskräfte riefen einen sogenannten „Massenanfall von Verletzten“ aus. Auf X war ein Video zahlreicher Einsatzkräfte – Feuerwehr, Rettungswagen und Polizei – am Einsatzort zu sehen.

Die Beamten warnten vor der Verbreitung von „ungeprüften Meldungen und Fotos“. Sie riefen dazu auf, nur verifizierte Nachrichtenquellen und Behördenaccounts zu nutzen. Die Polizei schaltete zudem ein Hinweisportal und ein Hinweistelefon frei. Dort können Zeuginnen und Zeugen unter anderem Fotos und Videos hochladen oder Hinweise zum Hergang geben.

Kretschmer geht von „Amokfahrt“ aus

Auch Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) geht von einer „mutmaßlichen Amokfahrt“ aus. „Das erschüttert mich zutiefst“, teilte er mit. „Ich bin in Gedanken bei den Opfern und ihren Familien. Den Verletzten wünsche ich Kraft und schnelle Genesung. So eine Tat macht uns sprachlos – und sie macht uns entschlossen“, sagte Kretschmer.

Wir werden alles daransetzen, sie schnell und vollständig aufzuklären. Der Rechtsstaat wird mit aller Konsequenz handeln.

Michael Kretschmer (CDU), Ministerpräsident von Sachsen

Jetzt werde es darum gehen, füreinander da zu sein. „Sachsen hält zusammen.“ Auch Leipzigs Oberbürgermeister Jung sprach von einer Amoktat und dankte den Rettungskräften.

Quelle: dpa, AFP, epd

Über dieses Thema berichteten die heute-Nachrichten am 04.05.2026 ab 19:00 Uhr sowie in Kürze ZDFheute live ab 19:45 Uhr.



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