Hantavirus-Ausbruch auf Schiff: Kranke sollen ausgeflogen werden
Auf einer Atlantik-Kreuzfahrt sind nach Angaben der WHO drei Menschen ums Leben gekommen – mutmaßlich nach einer Infektion mit dem Hantavirus. Weitere drei Personen seien infiziert.
04.05.2026 | 0:18 min
Nach dem mutmaßlichen Ausbruch des gefährlichen Hantavirus an Bord des vor den Kapverden liegenden Kreuzfahrtschiffs wollen die niederländischen Behörden zwei erkrankte Passagiere ausfliegen. Das Kreuzfahrtunternehmen Oceanwide Expeditions bestätigte am Montag eine „ernste medizinische Notlage“ an Bord der „MV Hondius“. Drei Menschen seien gestorben, davon einer nach Verlassen des Schiffs.
Ein 69 Jahre alter Passagier liege im südafrikanischen Johannesburg auf der Intensivstation, zwei weitere müssten „dringend medizinisch behandelt werden“, erklärte das Unternehmen. Diese sollen mit Unterstützung der niederländischen Behörden von den Kapverden in die Niederlande ausgeflogen werden.
Dafür ist jedoch noch die Zustimmung der örtlichen Behörden auf den Kapverdischen Inseln erforderlich. Nach Angaben der Ärzte vor Ort wurden die erkrankten Passagiere bereits an Bord untersucht, eine Genehmigung zur Verlegung an Land wurde bislang nicht erteilt.
Virus bei Passagier nachgewiesen
Laut dem Kreuzfahrtunternehmen wurde das Hantavirus bei dem Passagier nachgewiesen, der derzeit in Johannesburg behandelt wird. Ob das Virus tatsächlich die Ursache aller drei Todesfälle ist, ist noch nicht abschließend geklärt.
Zuvor hatte die Weltgesundheitsorganisation (World Health Organization) über drei mutmaßliche Todesfälle nach einer Infektion mit dem Hantavirus auf dem Kreuzfahrtschiff berichtet.
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Zwei der Toten seien Niederländer, hieß es vom niederländischen Außenministerium gegenüber der deutschen Presseagentur.
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Hantavirus kann zu schweren Atemwegserkrankungen führen
Das Hantavirus kann bei Menschen zu Fieber und schweren Atemwegserkrankungen führen. Infektionen können bei Kontakt mit den Ausscheidungen von Nagetieren passieren. In seltenen Fällen wird der Erreger auch von Mensch zu Mensch übertragen, hieß es von der WHO.
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Bericht: Schiff „Hondius“ liegt vor seinem Zielhafen auf Kap Verde
Laut einem Bericht der BBC handelt es sich um das Schiff „Hondius“. Dem Fahrplan des Schiffs zufolge war die „Hondius“ von Ushuaia im Süden Argentiniens aufgebrochen. Nach Angaben verschiedener Ortungs-Websites befand sich das Schiff zuletzt vor seinem Zielhafen auf Kap Verde.
Das Schiff des niederländischen Betreibers Oceanwide Expeditions hat für 170 Passagiere und etwa 70 Besatzungsmitglieder Platz.
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Quelle: dpa, AP, AFP
Über dieses Thema berichtete ZDFheute Xpress am 04.05.2026 ab 9 Uhr.
