Rattengift in Hipp-Babynahrung: Verdächtiger festgenommen
Der Babynahrungshersteller Hipp wurde wohl erpresst.
Quelle: AFP/Charlotte Simeon
Im Fall des Erpressungsversuchs gegen den Babykosthersteller Hipp haben die österreichischen Ermittler einen Verdächtigen festgenommen. Es handele sich um einen 39-jährigen Mann, wie eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft Eisenstadt der Deutschen Presse-Agentur mitteilte. Der Verdächtige sei in Österreich festgenommen worden, so die Staatsanwaltschaft.
In Österreich ist einem Glas Babynahrung des Herstellers Hipp Rattengift entdeckt worden.
19.04.2026 | 0:22 min
Vergiftetes Gläschen mit Babynahrung entdeckt
Details zur Identität des Verdächtigen wurden unter Verweis auf ermittlungstaktische Gründe nicht bekanntgegeben. Der 39-Jährige werde derzeit verhört, hieß es von der Polizei des Bundeslandes Burgenland, die den Mann mit Unterstützung des österreichischen Bundeskriminalamtes festgenommen hatte.
Mit Rattengift in Babynahrung hatte ein Unbekannter versucht, den deutschen Babykosthersteller zu erpressen. In Österreich, Tschechien und der Slowakei wurden laut Polizei insgesamt fünf manipulierte Babynahrungsgläser mit Rattengift entdeckt. In einem in Österreich sichergestellten 190-Gramm-Gläschen „Karotten mit Kartoffeln“ fanden die Ermittler insgesamt 15 Mikrogramm Rattengift – welcher Art das Gift war, ist bis jetzt nicht bekannt.
Eine Vergiftung, die um die Welt ging. 2024 starb der russische Oppositionspolitiker Alexej Nawalny im Gefängnis.
14.02.2026 | 0:15 min
Zweites vergiftetes Gläschen vermutet
Nach einem zweiten möglicherweise vergifteten Glas in Österreich wurde zuletzt noch gesucht. Das deutsche Sortiment war nach Angaben des Unternehmens im oberbayerischen Pfaffenhofen an der Ilm nicht betroffen.
„Hipp ist Opfer einer Erpressung“, hatte das Unternehmen im oberbayerischen Pfaffenhofen an der Ilm am 20. April mitgeteilt. Das Unternehmen schrieb auf seiner Homepage: „Unmittelbar nach Kenntnisnahme haben wir sofort die zuständige Polizei und Behörden informiert und einen internen Krisenstab eingerichtet.“
Mehrfach waren in der Vergangenheit namhafte Unternehmen Ziel von Erpressungsversuchen mit vergifteten Lebensmitteln geworden. Nicht zum ersten Mal war Babynahrung das Ziel.
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Quelle: dpa
