USA News: Trump: Zölle auf Autos und Lastwagen aus der EU steigen auf 25 Prozent – Politik
Für unseren Liveblog verwenden wir neben eigenen Recherchen Material der Nachrichtenagenturen dpa, Reuters, epd, KNA und Bloomberg.
Wichtige Updates
US-Staatsanwältin veröffentlicht Video von Angriff bei Gala
Trump ätzt erneut gegen Merz
Trump: USA prüfen Truppenabzug aus Deutschland
Diskriminierung schwarzer Wähler: Supreme Court schränkt wichtiges Wahlgesetz ein
Amerikaner können Reisepässe mit Trump-Porträt bekommen
Trump: Zölle auf Autos und Lastwagen aus der EU steigen auf 25 Prozent
Im Sommer vergangenen Jahres hatten sich Trump und EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen in einem Rahmenabkommen auf eine Obergrenze von 15 Prozent auf die meisten EU-Warenimporte in die USA geeinigt. Auch für europäische Autos und Autoteile soll der Satz gelten. Im Gegenzug verpflichtet sich die EU, Zölle auf US-Industriegüter zu streichen und den Marktzugang für US-Agrarprodukte wie Schweinefleisch und Milchprodukte zu erleichtern.
Weitere Zolldrohungen Trumps im Grönland-Konflikt und Unsicherheit nach einer Gerichtsentscheidung, die viele US-Zölle für rechtswidrig erklärt hatte, hatten die Umsetzung des Zolldeals allerdings gebremst. Das Europäische Parlament gab im März bekannt, die weitere Umsetzung des Abkommens mit den USA an strenge Bedingungen knüpfen zu wollen. Die Abgeordneten sprachen sich mehrheitlich dafür aus. Für den Vollzug müssen auch die Mitgliedstaaten noch den entsprechenden Verordnungen zustimmen.
Autos und Lastwagen von EU-Herstellern, die in den Vereinigten Staaten produziert werden, sind laut Trump von den Abgaben ausgenommen. Der US-Präsident will dadurch Autobauer auf der ganzen Welt dazu bewegen, trotz höherer Herstellungskosten mehr in den USA zu produzieren. Derzeit befänden sich „zahlreiche“ Produktionsstätten im Bau, das Investitionsvolumen liege bei mehr als 100 Milliarden US-Dollar (knapp 85,5 Milliarden Euro), schreibt Trump in seinem Post.
US-Staatsanwältin veröffentlicht Video von Angriff bei Gala
Das beinahe sechsminütige Video umfasst Aufnahmen verschiedener Tage: Zunächst ist zu sehen, wie ein Mann am Freitagabend (Ortszeit) vergangener Woche einen Flur in dem Hotel langgeht, in dem am darauffolgenden Abend das Gala-Dinner mit der Hauptstadtpresse stattfand. Man sieht zudem, wie er sich in einem Fitnessraum des Hotels umschaut. Pirro schreibt davon, dass der Mann das Hotel am Tag vor dem Vorfall ausgekundschaftet habe.
Die Aufnahmen vom Samstagabend zeigen dann, wie der Angreifer bewaffnet durch eine Sicherheitsschleuse in dem Hotel rennt. Mehrere Sicherheitsbeamte zücken daraufhin ihre Waffen und richten sie in Richtung des davonrennenden Täters.
Zum Ende der Aufnahmen hin wird die Szene noch einmal mit verringerter Wiedergabegeschwindigkeit gezeigt. Mit dieser Einstellung ist zu sehen, dass der Angreifer seine Waffe unmittelbar nach dem Passieren der Sicherheitsschleuse nach rechts richtet, wo Sicherheitsbeamte stehen. Man sieht auch, wie ein Polizist seine Waffe auf den Angreifer richtet und Schüsse in dessen Richtung abzufeuern scheint.
Bei dem Vorfall am vergangenen Wochenende waren mehrere Schüsse gefallen. Unklar war allerdings zunächst, wie viele Schüsse von wem abgegeben wurden. Ein Sicherheitsmitarbeiter wurde von mindestens einer Kugel getroffen, wegen seiner Schutzweste aber nicht schwerer verletzt. Der Angreifer selbst wurde nach Polizeiangaben nicht angeschossen.
Trump streicht Whisky-Zölle nach Besuch von König Charles
Der Buckingham-Palast dankte Trump für die „warme Geste“: Charles werde auf „die großzügige Gastfreundschaft“ anstoßen. Für Großbritannien ist die Entscheidung ein handelspolitischer Erfolg: Die USA sind der wichtigste Exportmarkt für Scotch Whisky, 2025 gingen Ausfuhren im Wert von fast einer Milliarde Dollar dorthin. Die Zölle galten seit Jahren als Streitpunkt zwischen Washington und London.
Trump: US-Truppenabzug auch aus Italien und Spanien vorstellbar
Am Mittwoch hatte Trump angekündigt, einen US-Truppenabzug aus Deutschland überprüfen zu lassen. Eine Entscheidung solle in Kürze folgen. Aktuell sind nach Angaben des US-Militärs von Mitte April rund 86 000 Soldaten in Europa stationiert – davon rund 39 000 in Deutschland.
Kompromiss im Haushaltsstreit um Finanzierung des Heimatschutzministeriums
Der Streit über die Finanzierung war entbrannt, nachdem bei Abschieberazzien im US-Bundesstaat Minnesota zwei US-Bürger durch Schüsse von Bundesbeamten getötet wurden. Beteiligt waren daran auch Beamte von ICE. Die Demokraten hatten daraufhin unter anderem darauf bestanden, dass die Beamten im Einsatz nicht mehr maskiert sind. Neben der Einwanderungs- und der Grenzschutzbehörde gehören aber unter anderem auch die Küstenwache und der Katastrophenschutz Fema zum Heimatschutzministerium. US-Präsident Donald Trump muss das Gesetz noch unterschreiben, damit es in Kraft treten kann.
Trump ätzt erneut gegen Merz
US-Präsident Donald Trump legt nach seiner jüngsten Attacke gegen Bundeskanzler Friedrich Merz nach: „Der deutsche Bundeskanzler sollte mehr Zeit darauf verwenden, den Krieg zwischen Russland und der Ukraine zu beenden“, schrieb Trump auf seiner Plattform Truth Social. Er warf Merz vor, im Ukraine-Krieg bislang „völlig wirkungslos“ gewesen zu sein. Zudem müsse er Deutschland wieder in den Griff bekommen, anstatt sich in andere Angelegenheiten einzumischen. Seit dem Amtsantritt Trumps hat Deutschland die USA als größter Unterstützer der Ukraine im Abwehrkampf gegen Russland abgelöst.
Schon am Dienstag hatte Trump den CDU-Politiker scharf angegriffen. „Er hat keine Ahnung, wovon er spricht!“, schrieb der Republikaner auf Truth Social. Bereits zu diesem Zeitpunkt behauptete Trump, „dass es Deutschland so schlecht geht, sowohl wirtschaftlich als auch in anderer Hinsicht!“. Er warf Merz vor, damit einverstanden zu sein, dass Iran über Atomwaffen verfüge, und lobte sein eigenes Vorgehen.
Gemessen an Trumps Äußerungen schien das persönliche Verhältnis der beiden auf einem neuen Tiefpunkt angelangt zu sein. Merz trat diesem Eindruck am Mittwoch bei einer Pressekonferenz in Berlin allerdings entgegen. „Das persönliche Verhältnis zwischen dem amerikanischen Präsidenten und mir ist – jedenfalls aus meiner Sicht – unverändert gut“, sagte er. „Wir sind nach wie vor in guten Gesprächen miteinander.“ Auch Außenminister Johann Wadephul hatte sich diplomatisch unbeeindruckt gegeben. „Das ist eine Einzelbemerkung des Präsidenten gewesen zu einer aktuellen Debatte, die wir miteinander haben“, sagte der CDU-Politiker am Mittwoch am Rande eines Besuchs in der marokkanischen Hauptstadt Rabat.
Die Beziehung von Bundeskanzler und US-Präsident war schon mal besser. Jetzt kritisiert Merz Trump – und der droht. Kanzler-Beobachter Daniel Brössler aus dem Berliner Büro der Süddeutschen Zeitung spricht in dieser Folge des SZ-Podcasts „Auf den Punkt“ über das deutsch-amerikanische Verhältnis und darüber, wie es jetzt weitergeht.
Trump: USA prüfen Truppenabzug aus Deutschland
Die Ankündigung folgt auf einen offenen Streit zwischen Trump und Bundeskanzler Friedrich Merz: Merz hatte der US-Regierung vorgeworfen, „ohne jede Strategie“ in den Iran-Krieg gegangen zu sein und keine Exit-Strategie zu haben. Trump reagierte scharf auf Truth Social: „Er hat keine Ahnung, wovon er spricht!“ Merz beschwichtigt: Das persönliche Verhältnis zu Trump sei „jedenfalls aus meiner Sicht unverändert gut.“ Bereits in seiner ersten Amtszeit hatte Trump mit einem Truppenabzug aus Deutschland gedroht. Der US-Kongress hat Ende 2025 einen Sicherheitsmechanismus beschlossen, der einen dauerhaften Abzug unter 76 000 Soldaten in Europa erschwert.
König Charles III. gedenkt der Opfer des 11. September in New York
Während seiner Rede im US-Kongress am Vortag hatte der König 9/11 als „prägenden Moment für Amerika“ bezeichnet. „Euer Schmerz und euer Schock waren auf der ganzen Welt zu spüren“, sagte der Monarch. „Wir standen damals an eurer Seite. Und wir stehen auch heute an eurer Seite, im stillen Gedenken an einen Tag, der niemals vergessen werden darf.“
Das Königspaar legte die Blumen an der Seite des früheren New Yorker Bürgermeisters Michael Bloomberg nieder. Den aktuellen Bürgermeister Zohran Mamdani traf Charles dem Sender NBC zufolge während des anschließenden Empfangs am Denkmal.
Diskriminierung schwarzer Wähler: Supreme Court schränkt wichtiges Wahlgesetz ein
Mit 6:3 Stimmen lehnten die Richter einen Wahlkreisplan für Louisiana ab, der einen zweiten Wahlkreis mit schwarzer Mehrheit vorsah, nachdem ein untergeordnetes Gericht einen früheren Plan als diskriminierend eingestuft hatte. In seiner Begründung bezeichnete Richter Samuel Alito den Wahlkreis als „verfassungswidrige rassistische Wahlkreismanipulation“. Das Urteil untergräbt den bislang wichtigsten verbleibenden Teil des Voting Rights Act, eines 1965 verabschiedeten Gesetzes zur Bekämpfung der grassierenden Diskriminierung schwarzer Wähler.
Obwohl das Gericht das Gesetz nicht für ungültig erklärte oder Präzedenzfälle ausdrücklich aufhob, stellte die Mehrheit strenge neue Anforderungen an diejenigen, die Wahlbezirke mit hohem Minderheitenanteil schaffen wollen. Die abweichende Richterin Elena Kagan sagte, die Folgen des Urteils seien „wahrscheinlich weitreichend und schwerwiegend“. Sie erklärte, die Entscheidung mache Abschnitt 2 des Voting Rights Act, die Bestimmung, die rassistisch diskriminierende Wahlvorschriften verbietet, „praktisch zu Makulatur“.
Das Urteil dürfte den Republikanern zugutekommen, da umkämpfte Wahlkreise wie der in Louisiana tendenziell demokratisch wählen. Progressive Gruppen haben erklärt, dass bis zu 19 Kongresswahlkreise mit überwiegend schwarzer oder hispanischer Bevölkerung gefährdet seien, zusammen mit einer weitaus größeren Anzahl von Wahlkreisen auf Landes- und lokaler Ebene.
Trumps Fed-Kandidat Warsh nimmt erste Hürde: Senatsausschuss gibt grünes Licht
Eine Zustimmung der von Trumps Republikanern dominierten Parlamentskammer gilt als wahrscheinlich. Lange war jedoch unklar, ob Warsh die erste Hürde rechtzeitig nehmen würde, um den im Mai regulär aus dem Amt scheidenden Zentralbankchef Jerome Powell ablösen zu können. Doch der republikanische Senator Thom Tillis gab jüngst seinen Widerstand gegen eine Bestätigung auf.
Powell wird am Abend (20.30 Uhr MESZ) wohl zum letzten Mal als Fed-Chef vor die Presse treten, um einen Zinsentscheid der US-Notenbank zu erläutern. Es wird erwartet, dass die Zentralbank den geldpolitischen Schlüsselsatz in der Spanne von 3,50 bis 3,75 Prozent belässt.
Begeistert ist die Finanzwelt von dem ehemaligen Investmentbanker Kevin Warsh nicht, erklärt SZ-Korrespondentin Ann-Kathrin Netzik:
König Charles schenkt Trump U-Boot-Glocke mit dessen Namen
Auf der Glocke steht in großen Buchstaben „TRUMP“ sowie die Jahreszahl 1944. Der US-Präsident hat ein Faible dafür, seinen Namen auf verschiedenen Dingen verewigt zu sehen – so wie ursprünglich auf seinen Hotels und inzwischen auch auf einer Regierungswebseite für günstigere Medikamente namens TrumpRx sowie der „Trump Gold Card“, mit der man für eine Million US-Dollar Bleiberecht in den USA bekommen soll.
Dass das alte britische U-Boot genauso hieß wie der aktuelle US-Präsident, ist ein Zufall. Die Namen aller U-Boote der T-Klasse fingen mit dem Buchstaben „T“ an – und darunter war auch „Trump“ (auf Deutsch: Trumpf).
Mehr zu dem Besuch von König Charles III. in den USA und seiner Rede vor dem Kongress, lesen Sie hier:
Amerikaner können Reisepässe mit Trump-Porträt bekommen
Das Trump-Bild im Pass ist an das offizielle Porträt seiner zweiten Amtszeit angelehnt. Auf Online-Plattformen sorgte der Plan zum Teil für beißende Kritik und Spott. Manche Nutzer kritisierten, nur autokratische Herrscher oder Diktatoren ließen ihr Abbild derart verherrlichen. Der Account des Weißen Hauses beim Online-Dienst X wiederum konterte mit dem Foto einer Sonderkarte des Washingtoner Nahverkehrs aus Anlass der Amtseinführung von Präsident Barack Obama 2009 mit dessen Abbild.
Umbenennung des Pentagons von Verteidigungs- in Kriegsministerium soll mehr als 50 Millionen Dollar kosten
Das Pentagon hat offiziell beantragt, seinen offiziellen Namen von Verteidigungsministerium in Kriegsministerium zu ändern – ein Schritt, dessen Kosten die Behörde auf über 50 Millionen Dollar schätzt. Die Rechtsabteilung des Pentagons hat ihren Vorschlag zur Gesetzesänderung zur Umbenennung des Ministeriums veröffentlicht, obwohl der neue Name bereits verwendet wird, seit Verteidigungsminister Pete Hegseth nach der im September erlassenen Durchführungsverordnung von Präsident Donald Trump entsprechende Anweisungen erteilt hat. Befürworter der Änderung stellen diese als Wiederherstellung der historischen Nomenklatur dar, die auf das Kriegsministerium aus der Zeit vor 1947 zurückgeht.
Kritiker haben jedoch sowohl die Symbolik einer Umbenennung des Ministeriums, die aggressiver klingen würde, als auch die unnötigen Kosten in Frage gestellt, die mit der Aktualisierung von Schildern und Verweisen im gesamten weltweiten Netzwerk der weitverzweigten Organisation verbunden sein werden. Dabei hatte die Regierung unter Trump von Anfang an versprochen, Verschwendung, Betrug und Missbrauch im Pentagon und in allen öffentlichen Bereichen auszumerzen.
Mitten im Kimmel-Konflikt: Sender ABC soll Lizenzen erneuern
Die Ermittlungen gehen auf die Position der Regierung von Präsident Donald Trump zurück, Diversitäts-Programme und Antidiskriminierungs-Initiativen für benachteiligte Personengruppen als Diskriminierung anderer zu betrachten. Die FCC erzwang bereits bei mehreren Telekommunikations-Firmen die Aufgabe von Initiativen für Diversität, Gleichberechtigung und Inklusion, die in den USA unter der Abkürzung DEI (Diversity, Equity and Inclusion) bekannt sind. Auch gegen ABC-Sender liefen seit März 2025 Ermittlungen wegen Diversitäts-Programmen – die nun eskaliert werden.
In den USA dürfte der Zeitpunkt der FCC-Forderung zur vorfristigen Lizenzerneuerung jedoch als Teil des wieder aufgeflammten Konflikts um Late-Night-Moderator Kimmel gesehen werden. Der US-Präsident und auch seine Ehefrau Melania Trump hatten ABC und Disney am Montag aufgefordert, Kimmel vom Sender zu nehmen. Auslöser war ein Scherz Kimmels am vergangenen Donnerstag, in dem er Melania Trump „das Leuchten einer werdenden Witwe“ bescheinigte. Laut Kimmel spielte er damit auf den hohen Altersunterschied des Präsidentenpaares an. Trump bezeichnete den Scherz jedoch nach dem Angriffsversuch auf die Gala der Hauptstadtjournalisten mit ihm am Samstag als Gewaltaufruf.
Mehr dazu lesen Sie hier:
Ehemaliger FBI-Direktor Comey unter Trump zum zweiten Mal angeklagt
Dem Wörterbuch Merriam-Webster zufolge handelt es sich bei „86“ um einen veralteten Ausdruck, der unter anderem „abweisen“ oder „entfernen“ bedeutet. Der Anklage zufolge steht die Zahl in Kombination mit der „47“ für eine ernst gemeinte Absicht, Trump Schaden zuzufügen.
Ein Bundesrichter hat eine frühere, nicht damit in Zusammenhang stehende Anklage gegen Comey wegen angeblicher Lügen vor dem Kongress und Behinderung der Justiz im Zusammenhang mit einer Aussage, die er 2020 gemacht hatte, abgewiesen. Während Trumps erster Amtszeit entließ dieser Comey als Leiter des FBI, das Ermittlungen wegen ausländischer Einmischung in die Wahl 2016 führte. Comey reagierte nicht sofort auf eine Bitte um Stellungnahme zu den aktuellen Berichten. Das US-Justizministerium gab zunächst keinen Kommentar ab.
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