USA News: Trump: Zölle auf Autos und Lastwagen aus der EU steigen auf 25 Prozent – Politik


Für unseren Liveblog verwenden wir neben eigenen Recherchen Material der Nachrichtenagenturen dpa, Reuters, epd, KNA und Bloomberg.

Wichtige Updates

US-Staatsanwältin veröffentlicht Video von Angriff bei Gala

Trump ätzt erneut gegen Merz 

Trump: USA prüfen Truppenabzug aus Deutschland

Diskriminierung schwarzer Wähler: Supreme Court schränkt wichtiges Wahlgesetz ein 

Amerikaner können Reisepässe mit Trump-Porträt bekommen

Trump: Zölle auf Autos und Lastwagen aus der EU steigen auf 25 Prozent

US-Präsident Donald Trump will Zölle auf Autos und Lastwagen, die aus der Europäischen Union in die USA eingeführt werden, ab kommender Woche auf 25 Prozent erhöhen. In seinem Post auf der Plattform Truth Social begründete er das mit dem Vorwurf, dass sich die EU nicht an das vereinbarte Handelsabkommen halte.

Im Sommer vergangenen Jahres hatten sich Trump und EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen in einem Rahmenabkommen auf eine Obergrenze von 15 Prozent auf die meisten EU-Warenimporte in die USA geeinigt. Auch für europäische Autos und Autoteile soll der Satz gelten. Im Gegenzug verpflichtet sich die EU, Zölle auf US-Industriegüter zu streichen und den Marktzugang für US-Agrarprodukte wie Schweinefleisch und Milchprodukte zu erleichtern.

Weitere Zolldrohungen Trumps im Grönland-Konflikt und Unsicherheit nach einer Gerichtsentscheidung, die viele US-Zölle für rechtswidrig erklärt hatte, hatten die Umsetzung des Zolldeals allerdings gebremst. Das Europäische Parlament gab im März bekannt, die weitere Umsetzung des Abkommens mit den USA an strenge Bedingungen knüpfen zu wollen. Die Abgeordneten sprachen sich mehrheitlich dafür aus. Für den Vollzug müssen auch die Mitgliedstaaten noch den entsprechenden Verordnungen zustimmen.

Autos und Lastwagen von EU-Herstellern, die in den Vereinigten Staaten produziert werden, sind laut Trump von den Abgaben ausgenommen. Der US-Präsident will dadurch Autobauer auf der ganzen Welt dazu bewegen, trotz höherer Herstellungskosten mehr in den USA zu produzieren. Derzeit befänden sich „zahlreiche“ Produktionsstätten im Bau, das Investitionsvolumen liege bei mehr als 100 Milliarden US-Dollar (knapp 85,5 Milliarden Euro), schreibt Trump in seinem Post.

US-Staatsanwältin veröffentlicht Video von Angriff bei Gala

Die Staatsanwältin für die US-Hauptstadt Washington hat ein Video veröffentlicht, auf dem entscheidende Momente des Angriffs bei einem Gala-Dinner mit Präsident Donald Trump zu sehen sind. Das Video zeige, wie der Angreifer Cole Allen bei seinem Versuch, Trump zu ermorden, einen Beamten des Secret Service anschieße, schrieb Staatsanwältin Jeanine Pirro auf der Plattform X. Es gebe keine Hinweise darauf, dass der Sicherheitsbeamte von eigenen Leuten getroffen worden sei, betonte sie.

Das beinahe sechsminütige Video umfasst Aufnahmen verschiedener Tage: Zunächst ist zu sehen, wie ein Mann am Freitagabend (Ortszeit) vergangener Woche einen Flur in dem Hotel langgeht, in dem am darauffolgenden Abend das Gala-Dinner mit der Hauptstadtpresse stattfand. Man sieht zudem, wie er sich in einem Fitnessraum des Hotels umschaut. Pirro schreibt davon, dass der Mann das Hotel am Tag vor dem Vorfall ausgekundschaftet habe.

Die Aufnahmen vom Samstagabend zeigen dann, wie der Angreifer bewaffnet durch eine Sicherheitsschleuse in dem Hotel rennt. Mehrere Sicherheitsbeamte zücken daraufhin ihre Waffen und richten sie in Richtung des davonrennenden Täters.
Zum Ende der Aufnahmen hin wird die Szene noch einmal mit verringerter Wiedergabegeschwindigkeit gezeigt. Mit dieser Einstellung ist zu sehen, dass der Angreifer seine Waffe unmittelbar nach dem Passieren der Sicherheitsschleuse nach rechts richtet, wo Sicherheitsbeamte stehen. Man sieht auch, wie ein Polizist seine Waffe auf den Angreifer richtet und Schüsse in dessen Richtung abzufeuern scheint.

Bei dem Vorfall am vergangenen Wochenende waren mehrere Schüsse gefallen. Unklar war allerdings zunächst, wie viele Schüsse von wem abgegeben wurden. Ein Sicherheitsmitarbeiter wurde von mindestens einer Kugel getroffen, wegen seiner Schutzweste aber nicht schwerer verletzt. Der Angreifer selbst wurde nach Polizeiangaben nicht angeschossen.

Trump streicht Whisky-Zölle nach Besuch von König Charles 

US-Präsident Donald Trump hat angekündigt, Zölle und Handelsbeschränkungen auf Whisky aufzuheben. Er tue dies „zu Ehren des Königs und der Königin“, sagte Trump nach dem Besuch von König Charles III. und Königin Camilla in den USA. Damit kann der Handel zwischen der schottischen Whisky- und der US-Bourbonindustrie in Kentucky wieder leichter laufen.

Der Buckingham-Palast dankte Trump für die „warme Geste“: Charles werde auf „die großzügige Gastfreundschaft“ anstoßen. Für Großbritannien ist die Entscheidung ein handelspolitischer Erfolg: Die USA sind der wichtigste Exportmarkt für Scotch Whisky, 2025 gingen Ausfuhren im Wert von fast einer Milliarde Dollar dorthin. Die Zölle galten seit Jahren als Streitpunkt zwischen Washington und London. 

Trump: US-Truppenabzug auch aus Italien und Spanien vorstellbar 

Einen Tag nach seiner Drohung eines US-Truppenabzugs aus Deutschland legt Präsident Donald Trump nach. Auf die Frage, ob er sich einen solchen Schritt auch in Italien und Spanien vorstellen könne, sagte er: „Ja, wahrscheinlich. Wahrscheinlich werde ich das.“ Italien habe sich nicht als Hilfe für die Vereinigten Staaten erwiesen, sagte er. Über Spanien, mit dem der Republikaner seit geraumer Zeit im Clinch liegt, sagte er: „Furchtbar, absolut furchtbar.“ Die USA waren sowohl in Spanien als auch in Italien auf Widerstand bei der Nutzung von Militärstützpunkten für den Iran-Krieg gestoßen.

Am Mittwoch hatte Trump angekündigt, einen US-Truppenabzug aus Deutschland überprüfen zu lassen. Eine Entscheidung solle in Kürze folgen. Aktuell sind nach Angaben des US-Militärs von Mitte April rund 86 000 Soldaten in Europa stationiert – davon rund 39 000 in Deutschland. 

Kompromiss im Haushaltsstreit um Finanzierung des Heimatschutzministeriums 

Der monatelange Streit über den Haushalt des in die Kritik geratenen US-Heimatschutzministeriums ist beigelegt – zumindest zum Großteil: Demokraten und Republikaner im Repräsentantenhaus einigten sich auf ein Gesetz, das die Grundlage für das Budget des Ressorts bildet. Keine Einigung gibt es allerdings weiterhin bei der Finanzierung der Einwanderungsbehörde ICE und der Grenzschutzbehörde CBP.

Der Streit über die Finanzierung war entbrannt, nachdem bei Abschieberazzien im US-Bundesstaat Minnesota zwei US-Bürger durch Schüsse von Bundesbeamten getötet wurden. Beteiligt waren daran auch Beamte von ICE. Die Demokraten hatten daraufhin unter anderem darauf bestanden, dass die Beamten im Einsatz nicht mehr maskiert sind. Neben der Einwanderungs- und der Grenzschutzbehörde gehören aber unter anderem auch die Küstenwache und der Katastrophenschutz Fema zum Heimatschutzministerium. US-Präsident Donald Trump muss das Gesetz noch unterschreiben, damit es in Kraft treten kann.

Trump ätzt erneut gegen Merz 

US-Präsident Donald Trump legt nach seiner jüngsten Attacke gegen Bundeskanzler Friedrich Merz nach: „Der deutsche Bundeskanzler sollte mehr Zeit darauf verwenden, den Krieg zwischen Russland und der Ukraine zu beenden“, schrieb Trump auf seiner Plattform Truth Social. Er warf Merz vor, im Ukraine-Krieg bislang „völlig wirkungslos“ gewesen zu sein. Zudem müsse er Deutschland wieder in den Griff bekommen, anstatt sich in andere Angelegenheiten einzumischen. Seit dem Amtsantritt Trumps hat Deutschland die USA als größter ⁠Unterstützer der Ukraine im Abwehrkampf gegen Russland ‌abgelöst. 

Trumps Kritik kommt nur knapp einen Tag nach seiner Drohung eines US-Truppenabzugs. Der Präsident hatte eine entsprechende Überprüfung angekündigt, eine Entscheidung solle in Kürze fallen.

Schon am Dienstag hatte Trump den CDU-Politiker scharf angegriffen. „Er hat keine Ahnung, wovon er spricht!“, schrieb der Republikaner auf Truth Social. Bereits zu diesem Zeitpunkt behauptete Trump, „dass es Deutschland so schlecht geht, sowohl wirtschaftlich als auch in anderer Hinsicht!“. Er warf Merz vor, damit einverstanden zu sein, dass Iran über Atomwaffen verfüge, und lobte sein eigenes Vorgehen.

Gemessen an Trumps Äußerungen schien das persönliche Verhältnis der beiden auf einem neuen Tiefpunkt angelangt zu sein. Merz trat diesem Eindruck am Mittwoch bei einer Pressekonferenz in Berlin allerdings entgegen. „Das persönliche Verhältnis zwischen dem amerikanischen Präsidenten und mir ist – jedenfalls aus meiner Sicht – unverändert gut“, sagte er. „Wir sind nach wie vor in guten Gesprächen miteinander.“ Auch Außenminister Johann Wadephul hatte sich diplomatisch unbeeindruckt gegeben. „Das ist eine Einzelbemerkung des Präsidenten gewesen zu einer aktuellen Debatte, die wir miteinander haben“, sagte der CDU-Politiker am Mittwoch am Rande eines Besuchs in der marokkanischen Hauptstadt Rabat.

Die Beziehung von Bundeskanzler und US-Präsident war schon mal besser. Jetzt kritisiert Merz Trump – und der droht. Kanzler-Beobachter Daniel Brössler aus dem Berliner Büro der Süddeutschen Zeitung spricht in dieser Folge des SZ-Podcasts „Auf den Punkt“ über das deutsch-amerikanische Verhältnis und darüber, wie es jetzt weitergeht.

Trump: USA prüfen Truppenabzug aus Deutschland

Die USA erwägen eine Reduzierung ihrer Truppenpräsenz in Deutschland. Ein solcher Schritt werde geprüft, teilt Trump auf Truth Social mit – eine Entscheidung solle in Kürze fallen. Derzeit sind etwa 36 000 US-Soldaten dauerhaft in Deutschland stationiert. Die Bundesrepublik gilt als zentraler Knotenpunkt für das US-Militär in Europa: Hier befinden sich das Hauptquartier des US-Europakommandos in Stuttgart, der Luftwaffenstützpunkt Ramstein sowie das Militärkrankenhaus Landstuhl. 

Die Ankündigung folgt auf einen offenen Streit zwischen Trump und Bundeskanzler Friedrich Merz: Merz hatte der US-Regierung vorgeworfen, „ohne jede Strategie“ in den Iran-Krieg gegangen zu sein und keine Exit-Strategie zu haben. Trump reagierte scharf auf Truth Social: „Er hat keine Ahnung, wovon er spricht!“ Merz beschwichtigt: Das persönliche Verhältnis zu Trump sei „jedenfalls aus meiner Sicht unverändert gut.“ Bereits in seiner ersten Amtszeit hatte Trump mit einem Truppenabzug aus Deutschland gedroht. Der US-Kongress hat Ende 2025 einen Sicherheitsmechanismus beschlossen, der einen dauerhaften Abzug unter 76 000 Soldaten in Europa erschwert. 

König Charles III. gedenkt der Opfer des 11. September in New York

Der britische König Charles III. und Königin Camilla haben in New York der Opfer des Terroranschlags vom 11. September 2001 gedacht. Das Königspaar legte an der Gedenkstätte ein Blumengebinde nieder und traf Angehörige der Opfer sowie Ersthelfer. In einer Botschaft zu den Blumen erklärten die Royals, dem amerikanischen Volk in unverminderter Solidarität zur Seite zu stehen, wie die Nachrichtenagentur PA berichtete.

Während seiner Rede im US-Kongress am Vortag hatte der König 9/11 als „prägenden Moment für Amerika“ bezeichnet. „Euer Schmerz und euer Schock waren auf der ganzen Welt zu spüren“, sagte der Monarch. „Wir standen damals an eurer Seite. Und wir stehen auch heute an eurer Seite, im stillen Gedenken an einen Tag, der niemals vergessen werden darf.“

Das Königspaar legte die Blumen an der Seite des früheren New Yorker Bürgermeisters Michael Bloomberg nieder. Den aktuellen Bürgermeister Zohran Mamdani traf Charles dem Sender NBC zufolge während des anschließenden Empfangs am Denkmal. 

Diskriminierung schwarzer Wähler: Supreme Court schränkt wichtiges Wahlgesetz ein 

Der Oberste Gerichtshof der USA hat in einem wegweisenden Urteil die Anwendung des Wahlrechtsgesetzes zur Schaffung von Wahlbezirken mit überwiegend schwarzer oder hispanischer Bevölkerung eingeschränkt. Dieses Urteil stärkt die Bemühungen der Republikaner, bei den diesjährigen Zwischenwahlen und darüber hinaus die Kontrolle über das Repräsentantenhaus zu behalten. 

Mit 6:3 Stimmen lehnten die Richter einen Wahlkreisplan für Louisiana ab, der einen zweiten Wahlkreis mit schwarzer Mehrheit vorsah, nachdem ein untergeordnetes Gericht einen früheren Plan als diskriminierend eingestuft hatte. In seiner Begründung bezeichnete Richter Samuel Alito den Wahlkreis als „verfassungswidrige rassistische Wahlkreismanipulation“. Das Urteil untergräbt den bislang wichtigsten verbleibenden Teil des Voting Rights Act, eines 1965 verabschiedeten Gesetzes zur Bekämpfung der grassierenden Diskriminierung schwarzer Wähler. 

Obwohl das Gericht das Gesetz nicht für ungültig erklärte oder Präzedenzfälle ausdrücklich aufhob, stellte die Mehrheit strenge neue Anforderungen an diejenigen, die Wahlbezirke mit hohem Minderheitenanteil schaffen wollen. Die abweichende Richterin Elena Kagan sagte, die Folgen des Urteils seien „wahrscheinlich weitreichend und schwerwiegend“. Sie erklärte, die Entscheidung mache Abschnitt 2 des Voting Rights Act, die Bestimmung, die rassistisch diskriminierende Wahlvorschriften verbietet, „praktisch zu Makulatur“. 

Das Urteil dürfte den Republikanern zugutekommen, da umkämpfte Wahlkreise wie der in Louisiana tendenziell demokratisch wählen. Progressive Gruppen haben erklärt, dass bis zu 19 Kongresswahlkreise mit überwiegend schwarzer oder hispanischer Bevölkerung gefährdet seien, zusammen mit einer weitaus größeren Anzahl von Wahlkreisen auf Landes- und lokaler Ebene. 

Trumps Fed-Kandidat Warsh nimmt erste Hürde: Senatsausschuss gibt grünes Licht 

Der von US-Präsident Donald ​Trump nominierte Kandidat für den Fed-Chefposten, Kevin Warsh, hat die erste Hürde auf dem Weg an die Spitze der Notenbank genommen. Der zuständige Senatsausschuss gab am Mittwoch grünes Licht ​im Bestätigungsverfahren. Damit kann das Plenum des Senats über diese Personalie abstimmen.

Eine Zustimmung der von ⁠Trumps Republikanern dominierten Parlamentskammer gilt als wahrscheinlich. Lange war jedoch unklar, ob Warsh die erste Hürde rechtzeitig nehmen würde, um den im ​Mai regulär ​aus dem Amt scheidenden Zentralbankchef Jerome Powell ablösen ‌zu können. Doch der republikanische Senator Thom Tillis ‌gab jüngst seinen Widerstand gegen eine Bestätigung auf.

Powell wird am Abend (20.30 ‌Uhr MESZ) wohl zum letzten Mal als Fed-Chef vor die Presse treten, um einen Zinsentscheid ‌der US-Notenbank zu erläutern. Es ‌wird erwartet, dass die Zentralbank den geldpolitischen Schlüsselsatz in ​der Spanne von 3,50 bis 3,75 Prozent belässt.

Begeistert ist die Finanzwelt von dem ehemaligen Investmentbanker Kevin Warsh nicht, erklärt SZ-Korrespondentin Ann-Kathrin Netzik:

König Charles schenkt Trump U-Boot-Glocke mit dessen Namen

US-Präsident Donald Trump ist dank König Charles III. Besitzer einer glänzenden Glocke, die seinen Namen trägt. Sie stammt von dem 1944 gebauten britischen U-Boot HMS Trump, wie Charles bei einem Staatsbankett im Weißen Haus sagte. Das Geschenk solle als „Zeugnis der gemeinsamen Geschichte und der glänzenden Zukunft der beiden Nationen“ dienen.

Auf der Glocke steht in großen Buchstaben „TRUMP“ sowie die Jahreszahl 1944. Der US-Präsident hat ein Faible dafür, seinen Namen auf verschiedenen Dingen verewigt zu sehen – so wie ursprünglich auf seinen Hotels und inzwischen auch auf einer Regierungswebseite für günstigere Medikamente namens TrumpRx sowie der „Trump Gold Card“, mit der man für eine Million US-Dollar Bleiberecht in den USA bekommen soll.

Dass das alte britische U-Boot genauso hieß wie der aktuelle US-Präsident, ist ein Zufall. Die Namen aller U-Boote der T-Klasse fingen mit dem Buchstaben „T“ an – und darunter war auch „Trump“ (auf Deutsch: Trumpf).

Mehr zu dem Besuch von König Charles III. in den USA und seiner Rede vor dem Kongress, lesen Sie hier:  

Amerikaner können Reisepässe mit Trump-Porträt bekommen

Eine Sonderserie von US-Reisepässen wird demnächst mit einem Abbild von Präsident Donald Trump im Inneren ausgegeben. Damit soll nach Angaben des Außenministeriums das 250. Jubiläum der USA gefeiert werden. Die limitierte Sonderserie soll – solange verfügbar – Standard in der Hauptstadt Washington sein, wie Medien unter Berufung auf die Behörde berichteten. Online und anderswo solle es das klassische Design geben.

Das Trump-Bild im Pass ist an das offizielle Porträt seiner zweiten Amtszeit angelehnt. Auf Online-Plattformen sorgte der Plan zum Teil für beißende Kritik und Spott. Manche Nutzer kritisierten, nur autokratische Herrscher oder Diktatoren ließen ihr Abbild derart verherrlichen. Der Account des Weißen Hauses beim Online-Dienst X wiederum konterte mit dem Foto einer Sonderkarte des Washingtoner Nahverkehrs aus Anlass der Amtseinführung von Präsident Barack Obama 2009 mit dessen Abbild.

Umbenennung des Pentagons von Verteidigungs- in Kriegsministerium soll mehr als 50 Millionen Dollar kosten

Das Pentagon hat offiziell beantragt, seinen offiziellen Namen von Verteidigungsministerium in Kriegsministerium zu ändern – ein Schritt, dessen Kosten die Behörde auf über 50 Millionen Dollar schätzt. Die Rechtsabteilung des Pentagons hat ihren Vorschlag zur Gesetzesänderung zur Umbenennung des Ministeriums veröffentlicht, obwohl der neue Name bereits verwendet wird, seit Verteidigungsminister Pete Hegseth nach der im September erlassenen Durchführungsverordnung von Präsident Donald Trump entsprechende Anweisungen erteilt hat. Befürworter der Änderung stellen diese als Wiederherstellung der historischen Nomenklatur dar, die auf das Kriegsministerium aus der Zeit vor 1947 zurückgeht. 

Kritiker haben jedoch sowohl die Symbolik einer Umbenennung des Ministeriums, die aggressiver klingen würde, als auch die unnötigen Kosten in Frage gestellt, die mit der Aktualisierung von Schildern und Verweisen im gesamten weltweiten Netzwerk der weitverzweigten Organisation verbunden sein werden. Dabei hatte die Regierung unter Trump von Anfang an versprochen, Verschwendung, Betrug und Missbrauch im Pentagon und in allen öffentlichen Bereichen auszumerzen.

Mitten im Kimmel-Konflikt: Sender ABC soll Lizenzen erneuern 

Die US-Regierung verstärkt den Druck auf den Fernsehsender ABC, bei dem der Trump-kritische Late-Night-Moderator Jimmy Kimmel auf Sendung geht. Die staatliche Telekommunikations-Aufsicht FCC zwingt mehrere ABC-Lokalsender unter anderem in New York und San Francisco zu einer vorfristigen Erneuerung ihrer Lizenzen. Sie verwies dabei auf bereits seit einem Jahr laufende Ermittlungen wegen angeblicher Diskriminierung bei den zum Unterhaltungsriesen Disney gehörenden Sendern.

Die Ermittlungen gehen auf die Position der Regierung von Präsident Donald Trump zurück, Diversitäts-Programme und Antidiskriminierungs-Initiativen für benachteiligte Personengruppen als Diskriminierung anderer zu betrachten. Die FCC erzwang bereits bei mehreren Telekommunikations-Firmen die Aufgabe von Initiativen für Diversität, Gleichberechtigung und Inklusion, die in den USA unter der Abkürzung DEI (Diversity, Equity and Inclusion) bekannt sind. Auch gegen ABC-Sender liefen seit März 2025 Ermittlungen wegen Diversitäts-Programmen – die nun eskaliert werden.

In den USA dürfte der Zeitpunkt der FCC-Forderung zur vorfristigen Lizenzerneuerung jedoch als Teil des wieder aufgeflammten Konflikts um Late-Night-Moderator Kimmel gesehen werden. Der US-Präsident und auch seine Ehefrau Melania Trump hatten ABC und Disney am Montag aufgefordert, Kimmel vom Sender zu nehmen. Auslöser war ein Scherz Kimmels am vergangenen Donnerstag, in dem er Melania Trump „das Leuchten einer werdenden Witwe“ bescheinigte. Laut Kimmel spielte er damit auf den hohen Altersunterschied des Präsidentenpaares an. Trump bezeichnete den Scherz jedoch nach dem Angriffsversuch auf die Gala der Hauptstadtjournalisten mit ihm am Samstag als Gewaltaufruf. 

 

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Ehemaliger FBI-Direktor Comey unter Trump zum zweiten Mal angeklagt

Der ehemalige FBI-Direktor James Comey wurde zum zweiten Mal seit Donald Trumps Rückkehr ins Weiße Haus im vergangenen Jahr angeklagt, wie mehrere US-Medien unter Berufung auf Eingeweihte übereinstimmend berichten. Der Nachrichtenagentur Bloomberg zufolge steht die Anklage aus North Carolina im Zusammenhang mit einem Foto, das Comey im vergangenen Mai gepostet hatte und auf dem die Zahlen 86 und 47 aus Muscheln geformt waren. Kritiker meinten, dies könnte eine Anspielung auf eine mögliche Ermordung Trumps, den 47. Präsidenten, gewesen sein. Comey löschte den Beitrag damals und erklärte, dies sei nicht seine Absicht gewesen.

Dem Wörterbuch Merriam-Webster zufolge handelt es sich bei „86“ um einen veralteten Ausdruck, der unter anderem „abweisen“ oder „entfernen“ bedeutet. Der Anklage zufolge steht die Zahl in Kombination mit der „47“ für eine ernst gemeinte Absicht, Trump Schaden zuzufügen. 

Ein Bundesrichter hat eine frühere, nicht damit in Zusammenhang stehende Anklage gegen Comey wegen angeblicher Lügen vor dem Kongress und Behinderung der Justiz im Zusammenhang mit einer Aussage, die er 2020 gemacht hatte, abgewiesen. Während Trumps erster Amtszeit entließ dieser Comey als Leiter des FBI, das Ermittlungen wegen ausländischer Einmischung in die Wahl 2016 führte. Comey reagierte nicht sofort auf eine Bitte um Stellungnahme zu den aktuellen Berichten. Das US-Justizministerium gab zunächst keinen Kommentar ab.

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