Doch keine Großbaustelle in der Potsdamer Zeppelinstraße im Sommer
Ein Großbauprojekt für die Sommerferien fällt vorerst aus: Aus den geplanten Gleistauscharbeiten in der Zeppelinstraße auf dem Abschnitt zwischen Auf dem Kiewitt und der Kastanienallee wird in diesem Jahr nichts. Auf die entsprechende Ausschreibung des Verkehrsbetriebs Potsdam habe es keine Angebote gegeben, bestätigte Stadtsprecherin Christine Homann am Dienstag auf Nachfrage. Zuerst hatte die „Märkische Allgemeine Zeitung“ berichtet.
Tram-Fahrgästen aus und nach Potsdam-West wird damit ein wochenlanger Schienenersatzverkehr in den Ferien erspart – zumindest fürs Erste. Auch für den Kfz-Verkehr von der Bundesstraße 1 war wegen der geplanten Bauarbeiten eine Umleitung durch Wohnviertel unter anderem über die Geschwister-Scholl-Straße vorgesehen.
Straßenbahnen können wie gewohnt weiterfahren
Ein Gleistausch auf der Strecke ist aus Altersgründen nötig: Die Schienen in der Zeppelinstraße seien rund 25 Jahre alt, hatte das Rathaus im Februar dazu erklärt. „Die Instandhaltung und Reparatur der Abschnitte wird bei noch längerem Betrieb kostenintensiver als eine Sanierungsmaßnahme.“
Eine akute Gefahr bestehe durch die Verschiebung der Maßnahme aber nicht, versicherte die Sprecherin am Dienstag: „Die Gleisanlagen können nach wie vor weiter befahren werden.“
Der Verkehrsbetrieb bemühe sich nun schnellstmöglich um eine Neuausschreibung. Wenn alles zügig klappe, könnten die Bauarbeiten 2027 stattfinden.
Fragen zum Investitionsvolumen des Großvorhabens beantworte man nicht, weil man die Neuausschreibung nicht dadurch beeinflussen wolle, erklärte die Sprecherin.
Klar sei aber, dass sich durch die Verzögerung auch Gleistausch-Arbeiten auf weiteren Strecken im Potsdamer Westen verschieben, machte sie deutlich. Dabei geht es unter anderem um die Kastanienallee, den Abschnitt von der Kastanienallee in Richtung Pirschheide und den Abschnitt zwischen Luisenplatz und Auf dem Kiewitt. Dies war ursprünglich für 2027 und 2028 geplant. Ein Vorziehen dieser Abschnitte sei nicht möglich, weil auch dafür zunächst Ausschreibungen nötig sind, sagte die Sprecherin auf Nachfrage.
Im ersten Abschnitt geht es um 1100 Meter Gleise
Aufgeschoben ist nicht aufgehoben: Die eingangs erwähnten massiven Einschränkungen sind nun – einen Erfolg bei der Neuausschreibung vorausgesetzt – für 2027 zu erwarten. Im Rahmen des Gleistauschs sollen auf rund 1100 Metern zunächst das Rahmengleis einschließlich der Eindeckung zurückgebaut werden. Im Anschluss müssen neue Gleise samt Entwässerungsanlagen sowie drei Bahnsteigkanten gebaut werden.
Ohne Verkehrseinschränkungen werden auch die diesjährigen Sommerferien nicht ablaufen. Geplant ist unter anderem die Sperrung zweier wichtiger Verkehrsachsen in Babelsberg für Fahrbahnarbeiten: die Großbeerenstraße zwischen Lutherplatz und Horstweg sowie der Horstweg zwischen Großbeerenstraße und Dieselstraße. Im Potsdamer Norden drohen Engpässe durch die Sperrung der Nedlitzer Straße und Am Schragen.
