G7-Staaten beraten in Évian über Krieg in der Ukraine


Polizisten bewachen das Gelände des G7-Gipfel im französischen Évian.

Stand: 16.06.2026 • 06:19 Uhr

Die Staats- und Regierungschefs der G7 setzen ihr Gipfeltreffen mit Beratungen über Friedensbemühungen für die Ukraine fort. An den Gesprächen soll auch der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj teilnehmen.

Die G7-Staaten wollen die stockenden Ukraine-Verhandlungen wieder in Gang bringen. An den Beratungen beim Gipfel führender demokratischer Wirtschaftsmächte (G7) im französischen Évian wird auch der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj teilnehmen. G7-Mitglieder sind neben Deutschland und Frankreich auch Großbritannien, Italien, Japan, Kanada und die USA. Frankreich hat in diesem Jahr den Vorsitz.

US-Präsident Donald Trump sagte am Abend bei einem Treffen mit dem französischen Präsidenten und Gipfel-Gastgeber Emmanuel Macron, er habe am Sonntag sehr gute Gespräche mit Selenskyj und auch Kremlchef Wladimir Putin geführt. „Ich glaube, da können wir etwas erreichen. Wirklich.“ Er denke, dass beide dafür offen seien. Nach der Vereinbarung über den Iran „werden wir uns darauf konzentrieren und sehen, ob wir das hinbekommen“.

Selenskyj spricht von neuer diplomatischer Initiative

Wie das in etwa aussehen könnte, skizzierte Selenskyj bei einem Zwischenstopp in der moldauischen Hauptstadt Chisinau auf dem Weg zum G7-Gipfel. Seinen Angaben nach sei zunächst geplant gewesen, Putin an den Genfersee einzuladen – Moskau habe dies aber abgelehnt. Daher habe er – Selenskyj – mit Trump darüber gesprochen, ein solches Treffen in den USA zu organisieren.

Wenn Trump Putin einen solchen Vorschlag machte, dürfte es diesem auch deutlich schwerer fallen, ihn zurückzuweisen, so Selenskyj. „Wir werden sehen, was dabei herauskommt“, sagte er in einem Video. Selenskyj nahm dabei offenbar Bezug auf ein Telefonat am Sonntag, als er Trump – ähnlich wie Putin – zu dessen 80. Geburtstag gratuliert hatte. Dabei kam auch der Ukraine-Krieg zur Sprache.



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