Iran und Neuseeland trennen sich mit Remis


Milad Mohammadi, Joe Bell und Sarpreet Singh am 16.06.26

Iran und Neuseeland haben sich in Gruppe G ein packendes Spiel geliefert. Das 2:2 geht in Ordnung, die Partie hatte keinen Verlierer verdient.

16.06.2026 | 8:18 min


Die iranische Fußball-Nationalmannschaft hat in ihrem politisch stark aufgeladenen ersten Spiel bei der Fußball-WM einen sportlichen Rückschlag vermieden. Vor dem Hintergrund des Rahmenabkommens im Krieg der USA gegen den Iran kam das Team in Inglewood nach zweimaligem Rückstand zu einem 2:2 (1:1) gegen Neuseeland.

Iranische Fans deutlich in der Mehrheit

Elijah Just brachte Neuseeland in der 7. und 54. Minute jeweils in Führung – in Phasen, in denen eigentlich die iranische Auswahl die Spielkontrolle übernommen hatte.

Protestanten am 15.06.26

Vor dem WM-Stadium in Los Angeles gab es Proteste zahlreicher iranischer Anhänger gegen das Regime in Teheran. Im kalifornischen Süden lebt die größte iranische Gemeinde außerhalb des Iran.

16.06.2026 | 3:09 min


An den Kräfteverhältnissen auf den Rängen änderte das aber nichts: Südkalifornien gilt als Heimat der größten iranischen Gemeinschaft außerhalb des Landes, entsprechend groß war die Unterstützung. Der Jubel über die Ausgleichstreffer durch Ramin Rezaeian (32.) und Mohammad Mohebi (64.) war deutlich lauter.

Proteste rund um das Stadion

Schon vor dem Anstoß war rund um das riesige Stadion eine besondere Atmosphäre zu spüren gewesen. Zahlreiche iranische Fahnen aus der Zeit vor der Islamischen Revolution waren zu sehen, die ein Protestsymbol der Opposition darstellen.

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In der Arena hatte der Weltverband FIFA per Gerichtbeschluss das Recht, die sogenannte „Löwe-und-Sonne“-Flagge einzukassieren – immer wieder waren Ordner bei entsprechenden Maßnahmen zu sehen.

Stimmung in der Arena friedlich und ausgelassen

Etliche Fans schwenkten auch die aktuelle iranische Fahne, beschlagnahmt wurden auch den Kurs Teherans unterstützende Plakate. Bei der Nationalhymne waren Pfiffe der Exil-Iraner zu hören. Zu Zwischenfällen kam es aber nicht, die Stimmung im Stadion mit 70.108 Zuschauerinnen und Zuschauern war friedlich und teils sogar ausgelassen.

Sport

:Schland in Sicht!

Vor der WM 2006 steht der deutsche Fußball am Abgrund. Jürgen Klinsmanns Revolution droht zu scheitern – bis sein junges Team das Land elektrisiert und das Sommermärchen beginnt.

Mission Sommermärchen

Quelle: dpa, SID, ZDF

Über die Fußball-WM berichtet das ZDF seit dem 01.06.2026 täglich in verschiedenen Sendungen.



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