DIW-Konjunkturprognose: DIW erwartet Rezession in Deutschland im Herbst
Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) erwartet wegen der Auswirkungen des Irankriegs eine vorübergehende Rezession in Deutschland. Im laufenden Frühjahrs- und im Sommer-Quartal dürfte die Wirtschaftsleistung leicht schrumpfen, schrieb das DIW in seiner aktualisierten Konjunkturprognose. Die Rezession soll aber vorübergehend bleiben.
Bei zwei Quartalen in Folge mit sinkendem Bruttoinlandsprodukt sprechen Fachleute von einer technischen Rezession. Im März hatte das
DIW für dieses Jahr noch 1,0 Prozent Wachstum erwartet und für
2027 mit 1,4 Prozent gerechnet. Der Energiepreisschock bremse die Erholung der Wirtschaft in Deutschland aber aus. Doch der Schock sei kleiner, die
Energieversorgung noch gesichert, und Deutschland heute
weniger abhängig von fossilen Importen als nach Beginn des Kriegs in der Ukraine. Deshalb erwarte das DIW keinen Rückgang wie 2022 und 2023.
»Gestiegene Öl- und Gaspreise treiben die Verbraucherpreise, schmälern die Kaufkraft der privaten Haushalte und verstärken die Unsicherheit«, heißt es in der Erklärung. Der
private Konsum komme nur langsam wieder in Schwung. Die gesteigerten Verteidigungsausgaben und die geplanten Mittel aus dem Sondervermögen für Infrastruktur und
Klimaneutralität sorgten demnach dagegen später für leichtes Wachstum.
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