USA News: Pfiffe und Buh-Rufe für Trump bei NBA-Finals in New York – Politik


Für unseren Liveblog verwenden wir neben eigenen Recherchen Material der Nachrichtenagenturen dpa, Reuters, epd, KNA und Bloomberg.

Wichtige Updates

Hegseth spricht bei D-Day-Rede von „Invasion“ an Europas Küsten 

US-Bundesstaaten wollen Fusion von Paramount und Warner Bros blockieren 

Bericht: Trump will US-Geheimdienste verkleinern 

Trump will US-Kohleindustrie mit 700 Millionen Dollar stützen 

USA verhängen Sanktionen gegen Kubas Präsidenten

Pfiffe und Buh-Rufe für Trump bei NBA-Finals in New York

Donald Trump ist bei den NBA-Finals in seiner Heimatstadt New York von den Zuschauern ausgepfiffen worden. Die Buh-Rufe und Pfiffe brachen los, als die Bildschirme in der Arena kurzzeitig das Gesicht des US-Präsidenten zeigten, während er zur Nationalhymne salutierte. Im dritten Finalspiel stehen die Knicks aus New York den San Antonio Spurs gegenüber.

Der 79-jährige Trump ist erklärter Anhänger der Knicks und wurde nach eigenen Angaben von deren Teambesitzer James Dolan zu den Finals in New York eingeladen. 

Nach Angaben der nordamerikanischen Basketball-Profiliga ist Trump der erste amtierende US-Präsident, der zu einem NBA-Finalspiel kommt. „Er ist ein echter Knicks-Fan“, sagte NBA-Boss Adam Silver vor Beginn des Spiels im Madison Square Garden. Trump hatte Knicks-Partien vor seiner Zeit als Politiker häufiger besucht und dabei oft direkt am Spielfeldrand gesessen.

Die Knicks haben die ersten beiden Finalspiele um die Meisterschaft in der nordamerikanischen Basketball-Liga in San Antonio gewonnen. Zum Titelgewinn braucht ein Team vier Siege in der Best-of-Seven-Serie.

Trump behauptet, keinen Einfluss auf neuen Fed-Chef ausüben zu wollen

US-Präsident Donald Trump will nach eigenen Worten keinen Druck auf den neuen Fed-Chef Kevin Warsh ausüben – und mahnt zugleich angesichts der guten Arbeitsmarktsituation zu Zinssenkungen. „Es gibt keinen Grund, die Zinsen anzuheben“, sagte er im Gespräch mit dem US-Sender NBC News mit Blick auf den anstehenden Zinsentscheid der US-Notenbank Federal Reserve Mitte Juni. Höhere Zinsen würden den derzeitigen „Erfolg“ ausbremsen. „Wir sollten die Zinsen jetzt eigentlich senken“, forderte Trump wie bereits mehrfach in der Vergangenheit ungeachtet der konjunkturellen Parameter. Trump hatte Warshs Vorgänger Jerome Powell immer wieder aufgefordert, die Zinsen schnell zu senken. Die Fed soll unabhängig von politischer Einflussnahme über die Geldpolitik entscheiden.

Trumps Forderungen nach niedrigeren Zinsen widersprechen Volkswirte, die eine lockerere Geldpolitik aufgrund des guten Arbeitsmarktes derzeit für unwahrscheinlich halten und stattdessen sogar eine Erhöhung der derzeitigen Zinsspanne von 3,5 bis 3,75 Prozent für möglich halten. Grund dafür ist die anhaltend hohe Inflation infolge des Iran-Krieges. 

Schüsse bei Festival in Ohio: Zwölf Menschen angeschossen

Bei einem Schusswaffenvorfall auf dem „Old West End Festival“ in Toledo im US-Bundesstaat Ohio sind mindestens zwölf Menschen angeschossen worden. Zwei Verletzte schweben nach Angaben der Polizei in Lebensgefahr. Ermittler gehen davon aus, dass es mindestens zwei Schützen gab, die vermutlich aufeinander schossen. Bisher wurde niemand festgenommen, die Fahndung läuft.

Zum Tatzeitpunkt am späten Samstagnachmittag waren Hunderte Besucher auf dem seit Jahren beliebten Sommerfestival. Ohios Gouverneur Mike DeWine zeigte sich erschüttert über das „sinnlose Verbrechen“ und erklärte: „Sommerfestivals sollten sichere Orte sein, an denen Familien Zeit miteinander verbringen können, ohne Gewalt fürchten zu müssen.“ Toledo liegt am Eriesee und hat etwa 260 000 Einwohner.

Hegseth spricht bei D-Day-Rede von „Invasion“ an Europas Küsten 

US-Verteidigungsminister Pete Hegseth hat bei einer Rede zum Gedenken an die Landung der Alliierten in der Normandie einen Vergleich zur heutigen Migration gezogen. An den Küsten von Spanien, Italien, Griechenland und Bulgarien kämen Menschen und Schiffe an, die „gefährliche Ideologien“ mit sich brächten, sagte Hegseth auf dem US-Friedhof in Colleville-sur-Mer. 

„Wann werden die europäischen Hauptstädte etwas gegen diese Invasion unternehmen, oder ist es bereits zu spät?“, fragte Hegseth. Die Verbündeten hätten noch Zeit, einzulenken, sagte er. Die US-Regierung von Präsident Donald Trump kritisiert europäische Staaten seit Längerem wegen angeblicher Gefahren durch eine „Invasion“ von Einwanderern. 

Zuletzt hatte auch US-Vizepräsident J. D. Vance auf der Plattform X zu „gerechtem Zorn“ aufgerufen und den Mord an einem 18-Jährigen im südenglischen Southampton auf eine angebliche „Masseninvasion von Migranten“ zurückgeführt. Die britische Regierung rief danach dazu auf, von „Spaltung, Hass oder Spannungen“ abzusehen. 

US-Bundesstaaten wollen Fusion von Paramount und Warner Bros blockieren 

Mehrere ​US-Bundesstaaten bereiten Insidern zufolge eine Klage gegen die 110 Milliarden Dollar schwere Übernahme von Warner Bros durch Paramount Skydance vor. Der Schritt werde in den ​kommenden Wochen erwartet, sagten mit der Angelegenheit vertraute Personen der Nachrichtenagentur Reuters. Auch die Agentur Bloomberg berichtet dies. 

⁠Unter den Bundesstaaten seien Kalifornien und New York. Nach Bekanntwerden der Pläne gaben die Aktien von Warner Bros ​um 3,6 ​Prozent nach, die Papiere von Paramount verloren ‌6,7 Prozent. Paramount teilte mit, das ‌Geschäft werde den Wettbewerb stärken. Ein Vorgehen gegen die Übernahme verschaffe etablierten Anbietern wie Netflix einen ungerechtfertigten Vorteil. ​Das Unternehmen werde ​sich gegen jeden Versuch wehren, das ​Vorhaben zu Fall zu bringen, das Verbrauchern, Kulturschaffenden und der gesamten Branche zugutekomme. 

Das Büro des kalifornischen Generalstaatsanwalts Rob Bonta erklärte, die ‌Untersuchung dauere an. Eine abschließende Entscheidung zu der Klage gibt es wohl bisher nicht, aber im kalifornischen Hollywood stößt der Zusammenschluss der beiden Unterhaltungsriesen bei Schauspielern und ‌Autoren aus Sorge ‌um ihre Arbeitsplätze auf Kritik.

Mit der Klage würden ​die Bundesstaaten den bislang weitreichendsten Schritt unternehmen, um eine Vorreiterrolle bei der Durchsetzung ​des US-Kartellrechts einzunehmen. Die Regierung von Präsident Donald ‌Trump vertritt eine unternehmensfreundlichere Haltung. Analysten gehen zudem davon aus, dass Paramount bei den Bundesbehörden auch wegen politischer Verbindungen auf weniger Widerstand stoßen dürfte. Der Vater von Paramount-Chef David Ellison, der Milliardär und Oracle-Mitbegründer ⁠Larry Ellison, pflegt gute Beziehungen zu Trump. 

Bericht: Trump will US-Geheimdienste verkleinern 

US-Präsident Donald Trump ​will einer Zeitung zufolge die US-Geheimdienste verkleinern. Er habe den designierten kommissarischen Geheimdienstkoordinator Bill Pulte angewiesen, mit der Entlassung einer großen Zahl ​von Mitarbeitern zu beginnen, sagte Trump dem Wall Street Journal. ⁠Das Büro des Direktors der Nationalen Nachrichtendienste, das 18 Bundesbehörden und -einheiten beaufsichtigt, sei „unnötig und/oder zu groß“, sagte ​der Präsident. „Ich ​hätte es gerne kleiner. Ich glaube, ‌es gibt dort viele Leute, ‌die da nichts zu suchen haben“, zitierte ihn die Zeitung.

Pulte soll das Amt am 30. ​Juni von ​der derzeitigen Amtsinhaberin Tulsi Gabbard übernehmen, ​ist jedoch nur für maximal 210 Tage als kommissarischer Direktor vorgesehen. Trump deutete am Donnerstag an, dass er den ‌38-jährigen Chef der Bundesbehörde für Wohnungsfinanzierung nicht als dauerhaften Direktor nominieren werde.

Pulte ‌verfügt über keine ‌Erfahrung im Sicherheitsbereich. Auch Außenminister Marco Rubio ​erklärte bei einer Kongressanhörung am Mittwoch, er habe den Namen Pulte ​trotz seiner jahrelangen Tätigkeit im Geheimdienstausschuss des ‌Senats noch nie gehört. Demokraten und einige Republikaner kritisieren die Ernennung scharf. Pulte hatte seine bisherige Position genutzt, um Ermittlungen wegen angeblichen Hypothekenbetrugs gegen mehrere vermeintliche Gegner Trumps voranzutreiben. 

US-Gericht: Stopp von Einwanderungsanträgen rechtswidrig 

Der unbefristete und pauschale Bearbeitungsstopp von Einwanderungsanträgen in den USA ist nach Auffassung eines Bundesbezirksgerichts rechtswidrig. Die US-Einwanderungsbehörde USCIS habe eine Reihe an Maßnahmen ergriffen, die das Leben unzähliger Einwanderer „in eine ungewisse rechtliche Schwebe“ versetzt habe, schrieb Richter John J. McConnell in seiner Urteilsbegründung. Die Pausierung sei nicht mit dem Gesetz vereinbar.

Im vergangenen Winter hatte die USCIS entschieden, jegliche finale Entscheidungen über Green Cards, Arbeitserlaubnisse und Einbürgerungen für Menschen aus 39 Ländern auszusetzen. Zudem wurde ein Stopp für alle Asylentscheidungen verhängt – unabhängig vom Herkunftsland der Antragsteller. Eine Green Card erlaubt es ausländischen Staatsangehörigen, sich dauerhaft in den USA aufzuhalten und zu arbeiten.

McConnell kritisierte weiter, dass die Aussetzungen nicht auf etwaiges Fehlverhalten der Antragsteller, sondern allein auf deren Geburtsland zurückzuführen seien. Er betonte, dass die Antragssteller alle Pflichten und Regeln eingehalten hätten – sei es die Einreichung benötigter Unterlagen oder das Entrichten der geforderten Gebühren. 

Trump will US-Kohleindustrie mit 700 Millionen Dollar stützen 

US-Präsident Donald Trump will ​der heimischen Kohleindustrie mit Notstandsbefugnissen fast 700 Millionen Dollar zur Verfügung stellen. Trump kündigte am Donnerstag an, dafür den Defense Production Act zu nutzen. Dieses Gesetz aus ​der Zeit des Kalten Krieges räumt dem Präsidenten weitreichende Eingriffsrechte in Industrien ein, die als ⁠entscheidend für die nationale Sicherheit gelten. Mit den Mitteln sollen mehr als ein Dutzend Kohlekraftwerke modernisiert sowie der Bau ​von zwei ​neuen Anlagen und einem Exportterminal an der Westküste ‌finanziert werden.

Die US-Regierung stuft die Energiepolitik ‌als Frage der nationalen Sicherheit ein. Damit solle unter anderem der hohe Strombedarf von Rechenzentren für künstliche Intelligenz gedeckt und ​die Abhängigkeit vom ​Ausland verringert werden. Der Branchenverband National Mining ​Association begrüßte den Schritt. Die Förderung stärke eine Energiequelle, die Verbraucher vor Preisschwankungen schütze, erklärte Verbandschef Rich Nolan. 

Umweltschützer kritisierten die Pläne hingegen scharf. ‌Die Organisation Sierra Club sprach von einer steuerfinanzierten Subvention für eine umweltschädliche Industrie und kündigte ‌rechtliche Schritte an.

Kohle ‌verliert in den USA seit Jahren an Bedeutung. ​Während der Energieträger 1990 noch für mehr als die Hälfte der US-Stromerzeugung aufkam, ​sind es heute weniger als ein Fünftel. Versorger setzen ‌zunehmend auf billigeres Erdgas und erneuerbare Energien. Trotz des Abbaus von Umweltauflagen ist es Trump bislang nicht gelungen, die Zahl der Beschäftigten in der Branche zu erhöhen. Nach Angaben der US-Notenbank sank die Belegschaft im US-Kohlebergbau ⁠von rund 51 500 im Jahr 2017 ‌auf etwa 39 800 ‌im vergangenen Jahr.

USA verhängen Sanktionen gegen Kubas Präsidenten

Die USA haben Sanktionen gegen Kubas Präsidenten Miguel Díaz-Canel verhängt. Nach Angaben des US-Finanzministeriums wurde der 66-Jährige auf eine zentrale Liste gesetzt, womit etwa Vermögenswerte eingefroren werden können und Geschäftsbeziehungen von US-Seite untersagt sind. Auch diverse Familienmitglieder wurden sanktioniert, darunter Díaz-Canels Ehefrau und sein Stiefsohn.

Mit dem Schritt erhöhen die USA den Druck auf die Regierung in Havanna. US-Präsident Donald Trump hatte immer wieder eine mögliche „Übernahme“ des wirtschaftlich schwer angeschlagenen Landes ins Spiel gebracht.

Kubas Präsident nannte die US-Sanktionen gegen ihn ein Zeichen der „Aggressivität und Perversion“ der US-Regierung, schrieb Díaz-Canel auf der Plattform X. Kuba werde sich dem „imperialistischen Feldzug widersetzen“. Die Sanktionen hätten das Ziel, dem kubanischen Volk zu schaden. 

Trumps Ex-Verteidiger Blanche soll Justizminister bleiben

US-Präsident Donald Trump will seinen früheren persönlichen Anwalt und jetzigen Interims-Justizminister Todd Blanche dauerhaft zum Ressortchef machen. Er werde die formelle Nominierung am Donnerstag auf den Weg bringen, sagte Trump in einem vom stellvertretenden Stabschef im Weißen Haus, Dan Scavino, auf der Plattform X veröffentlichten Video. Der US-Senat, in dem Trumps Republikaner die Mehrheit haben, muss die Personalie bestätigen. Dabei könnte es auch Widerstand in den Reihen der Partei des Präsidenten geben.

Anfang April hatte Todd Blanche das Amt nach der Absetzung der Justizministerin und Trump-Vertrauten Pam Bondi kommissarisch übernommen. Als Gründe für die Entlassung gelten Bondis Führungsstil und ihr Umgang mit den Akten zum verstorbenen Sexualstraftäter Jeffrey Epstein.

Blanche war zuvor stellvertretender Justizminister und gilt als loyaler Unterstützer Trumps. Im Mai erzielte er für den US-Präsidenten eine äußerst umstrittene Einigung mit der US-Steuerbehörde, wonach frühere Steuererklärungen Trumps und seiner Familie nicht mehr überprüft werden dürfen und auch mit ihm verbundene Unternehmen und Stiftungen eine Art Generalamnestie ausgesprochen bekamen.

Blanche war einst Staatsanwalt in New York und später ein persönlicher Anwalt Trumps. Vor der Wiederwahl des Republikaners gehörte er zu dessen Verteidigerteam im New Yorker Strafverfahren um die unrechtmäßige Verbuchung von Schweigegeldzahlungen an eine Pornodarstellerin. 

Rubio: Trump nimmt am Nato-Gipfel im Juli teil 

US-Präsident Donald Trump ​wird nach Angaben von Außenminister Marco Rubio am nächsten Nato-Gipfel im Juli in der Türkei teilnehmen. „Ich denke, das nächste Treffen zwischen der Nato und der Türkei im Juli ist wahrscheinlich das wichtigste Treffen in der Geschichte der Nato, denn es gibt hier einige Dinge, die geklärt und geregelt werden müssen“, sagt Rubio vor Abgeordneten. „Der Präsident selbst wird daran teilnehmen“, fügt er hinzu. 

EU weist neue US-Zolldrohungen wegen Zwangsarbeit zurück 

Die EU weist die neuen US-Zolldrohungen wegen eines angeblich unzureichenden Vorgehens gegen Zwangsarbeit als unbegründet zurück. Ein Sprecher der Kommission verwies auf eine entsprechende EU-Verordnung von 2024: Sie verbietet Produkte, die in Zwangsarbeit hergestellt wurden. Wirtschaftsakteure dürfen ab Dezember 2027 in Zwangsarbeit hergestellte Produkte nicht mehr auf dem Unionsmarkt verkaufen. Bei Verstößen soll es Sanktionen geben.

„Die Europäische Union teilt die Bedenken der Vereinigten Staaten hinsichtlich Zwangsarbeit uneingeschränkt und bleibt fest entschlossen, diese durch konkrete Maßnahmen aus globalen Lieferketten zu beseitigen“, sagte der Sprecher. Die EU-Verordnung über Zwangsarbeit sei eines der weltweit ambitioniertesten Instrumente dieser Art.

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und US-Präsident Donald Trump hatten sich außerdem im vergangenen Sommer darauf verständigt, durch Zusammenarbeit einen starken Schutz international anerkannter Arbeitnehmerrechte zu gewährleisten. Dies gelte auch im Hinblick auf die Beseitigung von Zwangsarbeit in Lieferketten, so der Sprecher.

Ähnlich äußerte sich auch der Vorsitzende des Handelsausschusses des Europäischen Parlaments, Bernd Lange. Der SPD-Politiker bezeichnete die US-Vorwürfe als „schlichtweg aus der Luft gegriffen“ und das Verfahren als „absurd“. Nachdem der Oberste Gerichtshof wesentliche Teile von Trumps bisherigen Zöllen aufgehoben habe, suche die US-Regierung nun aktiv nach einer neuen Rechtsgrundlage für ihre willkürliche Zollpolitik, erklärte er.

USA planen neue Zölle – Zwangsarbeit als Begründung 

Die USA haben 60 Volkswirtschaften neue Zölle angedroht, weil diese Importe von Produkten aus mutmaßlicher Zwangsarbeit nicht verhinderten oder bestehende Importverbote nicht genügend überprüften. Das teilte das Büro des US-Handelsbeauftragten, das Office of The U.S. Trade Representative, am späten Dienstagabend (Ortszeit) mit.

Demnach müssen etwa die EU, Großbritannien und die Schweiz, aber auch Staaten in Afrika, Asien und Lateinamerika sowie Kanada und China mit zusätzlichen Zöllen zwischen 10 und 12,5 Prozent rechnen. „Es ist inakzeptabel, dass unsere wichtigsten Handelspartner nichts gegen die Einfuhr von Waren unternehmen, die unter Einsatz von Zwangsarbeit hergestellt wurden. Dies führt dazu, dass US-amerikanische Arbeitnehmer gezwungen sind, weltweit unter ungleichen Wettbewerbsbedingungen zu konkurrieren“, sagte der Handelsbeauftragte Jamieson Greer laut der Mitteilung. Die Zölle sollen aber nicht sofort in Kraft treten. Stattdessen können zunächst Einwände bis zum 6. Juli geltend gemacht werden, am 7. Juli soll dann eine Anhörung stattfinden.

China beispielsweise kritisierte das US-Vorgehen. Die Volksrepublik habe sich stets gegen jegliche Art von Zollmaßnahmen ausgesprochen, sagte Außenamtssprecherin Mao Ning in Peking. Zoll- und Handelskriege lägen nicht im Interesse beider Seiten. Zum Vorwurf der Zwangsarbeit sagte Mao, dass China diese ablehne. „In China gibt es keine sogenannte Zwangsarbeit“, fuhr sie fort.

Supreme Court erlaubt Wahlkreise in Alabama, die schwarze Wähler benachteiligen

Der Supreme Court hat Alabama erlaubt, bei den Kongresswahlen im November eine neue Wahlkreiskarte zu verwenden. Das Gericht setzte eine Entscheidung einer unteren Instanz aus, die den Bundesstaat verpflichtet hätte, eine Karte mit zwei Wahlkreisen beizubehalten, in denen mehrheitlich schwarze US-Amerikaner leben. Diese beiden Sitze hatten 2024 Demokraten gewonnen.

Alabamas republikanische Führung kann nun eine Karte einsetzen, die voraussichtlich einen dieser Sitze den Republikanern zuschlägt. Die Mehrheit des Supreme Courts erklärte, die untere Instanz habe sich unzulässig in die Vorbereitungen Alabamas auf die Kongresswahlen 2026 eingemischt. Die drei liberalen Richter widersprachen. Richterin Sonia Sotomayor schrieb, die Mehrheit missachte „demokratische Werte und die Rechtsstaatlichkeit“.

Der Fall ist Teil einer Reihe von Entscheidungen zur Wahlkreisaufteilung, die den Republikanern im Ringen um ihre knappe Mehrheit im Repräsentantenhaus helfen könnten. Ein unteres Gericht hatte Alabama zuvor vorgeworfen, Schwarze Wähler bei der neuen Wahlkreiskarte absichtlich benachteiligt zu haben.

Über die Taktiken der Republikaner sprechen meine Kolleginnen und Kollegen bei „Auf den Punkt“:

US-Regierung stoppt Trumps Milliardenfonds nach Widerstand

Die US-Regierung verfolgt die Einrichtung eines umstrittenen Entschädigungsfonds für angebliche Justizopfer nicht weiter. „Wir werden den Fonds nicht weiterverfolgen“, sagte der amtierende Justizminister Todd Blanche im US-Parlament. Damit reagiert die Regierung von Präsident Donald Trump auf massive Kritik, auch aus den eigenen Reihen. Republikanische Senatoren drohten gar, ein 72 Milliarden Dollar teures Gesetzespaket zu blockieren, mit dem Trump seine Einwanderungspolitik weiter verschärfen wollte.

In den Fonds sollten rund 1,8 Milliarden Dollar fließen. Kritiker befürchteten, damit könnten Trump-Anhänger belohnt werden, etwa Beteiligte am Sturm auf das Kapitol 2021. Ein Bundesgericht in Virginia hatte die Einrichtung des Fonds zuletzt vorübergehend gestoppt. 

Der Fonds ‌war das Ergebnis ‌eines beispiellosen Vergleichs: Trump hatte die ​US-Steuerbehörde IRS wegen des mutmaßlichen Missbrauchs seiner Steuerdaten auf Schadenersatz ​in Höhe von zehn Milliarden Dollar ‌verklagt. Nach der Einigung mit dem Justizministerium sollte der Fonds eingerichtet werden 



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