Griechenland: Hamas-Verdächtiger auf Kreta festgenommen


Die griechischen Sicherheitsbehörden haben nach eigenen Angaben eine mutmaßliche Terrorzelle aufgedeckt. Im Zuge der Ermittlungen wurde auf Kreta ein 37-jähriger Mann palästinensischer Herkunft festgenommen. Wie die Polizei in Athen mitteilte, wird ihm die Mitgliedschaft in der islamistischen Hamas und die Planung von Terroranschlägen vorgeworfen. Die Hamas wird von zahlreichen Ländern als Terrororganisation eingestuft.

Verbindungen nach Zypern

Der Verdächtige soll Verbindungen zu zwei kürzlich Ende Mai auf Zypern festgenommenen Palästinensern haben. Die drei sollen nach Angaben der Ermittler eine gemeinsame Ausbildung im Umgang mit Sprengstoffen erhalten haben, teilte die Polizei weiter mit. 

In der zypriotischen Hafenstadt Larnaka wurden damals in einem Apartment Stoffe sichergestellt, die zur Herstellung von Sprengsätzen verwendet werden können.

Anschlag auf Kreuzfahrtschiff geplant?

Der jetzt festgenommene Palästinenser war den Angaben zufolge vor etwa einem Jahr nach Griechenland gekommen und hatte dort Asyl erhalten. Zuletzt arbeitete er saisonal in einem Hotel in Agios Nikolaos auf Kreta. Dort legt immer wieder ein Kreuzfahrtschiff mit Touristen an, die aus Israel stammen, berichteten örtliche Medien. Das nächste soll am kommenden Dienstag anlegen.

Griechenland 2024 | Polizist in Uniform der griechischen Polizei auf Streife
In der Wohnung des Verdächtigen in Athen hat die Polizei chemische Substanzen gefunden, die für einen Anschlag verwendet werden könntenBild: Michael Bihlmayer/CHROMORANGE/picture alliance

Nachdem Hinweise auf eine mögliche Hamas-Mitgliedschaft aufgetaucht waren, wurde der Mann nach Medienberichten mehrere Tage lang überwacht. Der Festgenommene soll einem Staatsanwalt vorgeführt werden. Laut dem griechischen Fernsehsender ERT, habe der Mann auch eine Wohnung im Zentrum von Athen gemietet, in der die Polizei Chemikalien und eine Laborausrüstung sichergestellt habe, die zur Herstellung einer Bombe verwendet werden könnte.

Die Ermittlungen dauern an, teilte die Polizei mit.

as/pgr (dpa, afp)



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