Iran-Krieg: Airline-Verband erwartet weitere Pleiten
Der Iran-Krieg hat das Angebot an Kerosin verknappt und wichtige Flugkorridore unterbrochen. (Symbolbild)
Quelle: dpa
Die im Zuge des von den USA und Israel begonnenen Iran-Kriegs stark gestiegenen Kerosinpreise dürften dem Weltluftfahrtverband IATA zufolge weitere Airlines in die Pleite treiben.
Ich fürchte leider, dass einige Fluggesellschaften mit diesen hohen Treibstoffpreisen nur sehr schwer zurechtkommen werden.
Willie Walsh, Chef der IATA
IATA-Chef Willie Walsh erwarte, dass einige Unternehmen aufgeben müssten und andere von größeren Konkurrenten übernommen würden.
Durch den Iran-Krieg und die gesperrte Straße von Hormus steigen die Kerosin- und Flugpreise. Viele Deutsche sorgen sich zunehmend um ihren Urlaub, denn Airlines streichen bereits Verbindungen.
13.05.2026 | 25:44 min
Fliegen: Iran-Krieg belastet Billigflieger
Airlines weltweit kämpfen mit höheren Treibstoffkosten. Der Iran-Krieg hat das Angebot an Kerosin verknappt und wichtige Flugkorridore unterbrochen, was zu teuren Umwegen führt. Mit am stärksten betroffen sind Billigflieger, da ihnen margenstärkere Einnahmequellen wie Premiumklassen oder Vielfliegerprogramme fehlen.
Walsh sagte am Samstag am Rande der Jahrestagung des Verbands in Rio de Janeiro der Nachrichtenagentur Reuters, er erwarte, dass Airlines ihre Margen durch die Streichung unrentabler Strecken sichern würden. Die Flugpreise, die seit Ausbruch des Iran-Kriegs stark angestiegen sind, würden indes wohl nicht so bald wieder sinken.
Das Geschäftsmodell von Billig-Airlines sei aber nicht gescheitert, sagte Walsh. Außerhalb der USA, wo die drei großen Anbieter United Airlines, Delta Air Lines und American Airlines ihre günstigeren Konkurrenten verdrängen, floriere das Modell weiterhin. Als Beispiel nannte er die starke Entwicklung von Ryanair in Europa.
Die deutsche Fluggesellschaft rechnet aufgrund der Kerosin-Krise vermehrt mit Flugstreichungen im Sommer. Diese könnten laut Verbandschef Beisel bis zu 20 Millionen Passagiere betreffen.
09.05.2026 | 0:27 min
Emirates und Etihad vor großen Herausforderungen
Der Konflikt mit dem Iran hat zudem die Verkehrsströme über Drehkreuze im Nahen Osten wie Dubai, Doha und Abu Dhabi empfindlich gestört. Dies stellt Golf-Airlines wie Emirates, Qatar Airways und Etihad vor große Herausforderungen.
Walsh zufolge wird der Konflikt der Region als Luftfahrt-Drehkreuz jedoch keinen dauerhaften Schaden zufügen. Die Kapazität der Golf-Airlines, die 14 Prozent des weltweiten Angebots ausmachen, könne nicht durch Airlines aus anderen Regionen ersetzt werden.
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Quelle: Reuters
Über den Kerosinmangel berichtete das ZDF in mehreren Sendungen, unter anderem im heute journal am 11.05.2026 ab 21:45 Uhr.
