FC Bayern krönt sich zum Serienmeister der Frauen-Bundesliga
Mit letzter Konsequenz, viel Geduld und einem späten Lucky Punch haben die Fußballerinnen des FC Bayern München ihre Vormachtstellung in der Fußball-Bundesliga erneut unterstrichen. Bei Aufsteiger Union Berlin machten die Münchnerinnen mit einem 3:2-Erfolg vorzeitig die Meisterschaft perfekt.
Vier Spieltage vor Saisonende ist der Tabellenführer nicht mehr einzuholen – es war der 19. Ligassieg in Folge, so viele wie nie zuvor in der Vereinsgeschichte. Das ist einerseits der Dominanz der Bayern geschuldet, aber auch der Tatsache, dass die Liga seit dieser Saison mit 14 statt zwölf Teams spielt.
Nur drei Tage nach dem Titelgewinn der Bayern-Männer zogen die Frauen nach. Der Erfolg im Stadion „An der Alten Försterei“ war allerdings kein Spaziergang. Vielmehr spiegelte das Spiel wider, wie sehr sich die Konkurrenz entwickelt hat und wie sehr sich die Münchnerinnen – trotz aller Überlegenheit – anstrengen müssen, um Siege zu erringen. Am Ende stand trotzdem die achte Meisterschaft insgesamt, die vierte nacheinander.
„Ich bin so stolz auf meine Spielerinnen, so dankbar“, freute sich Bayerns Trainer José Barcala im TV-Interview nach dem Spiel. „Das ist für die Fans, für den Klub. Das ist ein unglaubliches Gefühl.“
Comebacks von Gwinn und Bühl
Der entscheidende, späte Treffer kam von Giulia Gwinn (84. Minute). Die Kapitänin der Frauen-Nationalmannschaft war zuletzt angeschlagen. Sie hatte sich beim Länderspiel gegen Österreich in der vergangenen Woche die Schulter ausgekugelt. In Berlin gab sie ihr Comeback und wurde nach 70 Minuten eingewechselt. Vorbereitet hatte Klara Bühl, die ebenso wie Gwinn nach Verletzungspause ihre Rückkehr feierte.
„Das ist am Ende ein sehr schöner Abend, das macht Lust auf mehr“, sagte Gwinn. „Ich glaube, wir haben über die Saison hinweg gesehen, dass wir wirklich jedem Spiel dominant unseren Stempel aufgedrückt haben. Das spricht für unsere Mannschaft und für die Arbeit, die wir dieses Jahr reingesteckt haben.“
Edna Imade hatte die Bayern früh in Führung gebracht (8.). Doch Union zeigte sich unbeeindruckt. Nur drei Minuten später glich Sophie Weidauer nach einem energischen Lauf über das halbe Feld aus (11.). Nach der Pause traf Barbara Dunst zur erneuten Führung der Münchnerinnen (50.), ehe Lia Kamber spät noch einmal ausglich (77.). Erst Gwinns Treffer sorgte für die Entscheidung und Erleichterung.
Weitere Titel im Blick
Die Bayern-Frauen sind nicht nur Serienmeister, sondern entwickeln eine Dominanz, die zunehmend an die der männlichen Vereinskollegen erinnert. Zudem geben die gelungenen Comebacks von Bühl und Gwinn zusätzliche Optionen für die kommenden Wochen.
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