Spritpreis: Wenn es ums Auto geht, vergisst Friedrich Merz seine Prinzipien
Das Wort »Marktwirtschaft« ist ja so etwas wie der Markenkern der CDU von Bundeskanzler Friedrich Merz und Wirtschaftsministerin Katherina Reiche. Während der Begriff im SPD-Programm zur letzten Bundestagswahl auf 66 Seiten kein einziges Mal auftauchte, gibt der größere Koalitionspartner in seinem Programm ein Bekenntnis ab: »Wir stehen zur Sozialen Marktwirtschaft, wir stehen zu Wettbewerb, Wachstum und Wohlstand.«
Allerdings nur dann, wenn niemand droht, wütend zu werden, möchte man anfügen.
Die gegenwärtige Energiekrise liefert dafür ein gutes Beispiel. Seit der Iran die Straße von Hormus blockiert hat, ist der Ölpreis brutal gestiegen. Gerade im Autoland Deutschland – freie Fahrt für freie Bürger! – ist das ein Thema, bei dem es schnell grundsätzlich wird. Und wenige Dinge fürchtet eine Regierung so sehr wie den Zorn der Autofahrer. Aber gerade in Krisen zeigt sich, ob eine Partei an die Prinzipien glaubt, die sie selbst ausgerufen hat.
