Strack-Zimmermann tritt gegen Kubicki an
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09.05.2026
Beim Bundesparteitag der FDP zeichnet sich überraschend eine Kampfabstimmung um den Parteivorsitz ab. Marie-Agnes Strack-Zimmermann erklärte sich am Samstag bereit, gegen Wolfgang Kubicki anzutreten, der bislang der einzige Kandidat war. 33 Delegierte reichten schriftlich ihre Unterstützung für Strack-Zimmermanns Kandidatur ein, damit war laut FDP-Parteisatzung das Quorum für eine spontane Kandidatur auf dem Parteitag erfüllt.
Kubicki reagierte in der Einleitung seiner Bewerbungsrede nur knapp auf die unerwartete Kandidatur: „Meine erste Danksagung geht an Marie-Agnes Strack-Zimmermann, weil ich froh darüber bin, dass die beiden alten Schlachtrösser jetzt ins Geschirr gehen.“
Strack-Zimmermann kritisiert Umgang mit Höne
In ihrer eigenen Bewerbungsrede, die zeitweise von Buhrufen, aber auch von lauten Unterstützungsbekundungen begleitet wurde, kritisierte Strack-Zimmermann den Umgang mit Henning Höne. Dieser hatte zunächst angekündigt, gegen Kubicki antreten zu wollen, dann aber seine Kandidatur zurückgezogen.
Ich stehe hier nicht, um jemanden anzugreifen, sondern weil mir unsere Partei wichtig ist.
Marie-Agnes Strack-Zimmermann
Der 74-jährige Kubicki gilt in der FDP als Rechtsliberaler, die 68-jährige Strack-Zimmermann steht eher für eine sozialliberale Ausrichtung und ist im Europaparlament Vorsitzende des Verteidigungsausschusses. Die beiden gelten parteiintern seit langem als Kontrahenten.
Kubickis Gegenkandidaten zogen nach und nach zurück
Wolfgang Kubicki hatte bis zur Kandidatur Strack-Zimmernmanns keinen Gegenkandidaten mehr. Alle haben nach und nach einen Rückzieher gemacht. Der Noch-Vorsitzende Christian Dürr gilt als gescheitert. Im ZDF-Interview hatte sich Strack-Zimmermann bereits im Vorfeld enttäuscht über den „Kandidaten-Prozess“ in ihrer Partei geäußert: „Ich finde es schade. Ich glaube, dass die Partei gerne eine Wahl gehabt hätte. Und ich weiß auch, dass es da sehr viel Frust gibt bei denen, die sich hinter Henning Höne gestellt haben.“
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Quelle: dpa, AFP
