Gewitter mit Sturmböen und Hagel über Deutschland
Im Südosten bleibt es sonnig und trocken. Im Westen und Nordwesten ziehen ab dem Nachmittag teils kräftige Gewitter auf. Die Temperaturen erreichen sommerliche 25 bis 33 Grad.
29.05.2026 | 4:01 min
Nach der Hitzewelle kommt nun die nasse Abkühlung: Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnt am Abend für Teile Niedersachsens und Nordrhein-Westfalens vor schwerem Gewitter, heftigem Starkregen und Hagel.
Vollgelaufene Keller, umgestürzte Bäume: Feuerwehr Münster hat Hunderte Einsätze
Eine amtliche Unwetterwarnung (Stufe 3 von 4) gab der Wetterdienst am frühen Abend für Gebiete im Südwesten Niedersachsens und im Norden Nordrhein-Westfalens heraus. In Münster hatte die Feuerwehr am Abend bereits Hunderte Einsätze. Ein Sprecher der Feuerwehr sagte der Deutschen Presse-Agentur:
Wir haben Vollalarm hier.
Srecher der Feuerwehr, Münster
Viele Keller liefen voll, auf den Straßen lägen umgestürzte Bäume. Ein Open-Air-Konzert musste nach Angaben des WDR nahe der Halle Münsterland abgebrochen werden.
Neue Tiefdruckgebiete bestimmen die nächsten Tage
„Die Wetterlage stellt sich grundlegend um“, erläutert Meteorologe Markus Übel vom Deutschen Wetterdienst (DWD). Stattdessen übernähmen wieder Tiefdruckgebiete die Regie, die die erste Hitzewelle dieses Jahres beenden.
Es stehen uns die ersten größeren Gewittertage ins Haus, an denen auch unwetterartige Gewitter mit von der Partie sein werden.
Markus Übel, Deutscher Wetterdienst
Bereits am Freitagnachmittag haben sich im Westen und Nordwesten in der immer feuchter werdenden Luft kräftige Gewitter gebildet. Der Meteorologe warnte vor „größerem Hagel um drei Zentimeter Durchmesser, Starkregen und zum Teil schweren Sturmböen“.
Sturmböen lassen Bäume stürzen- Gefahr im Westen
Diese Begleiterscheinungen würden zwar nicht verbreitet auftreten, aber man müsse etwa vom Emsland bis nach Süd-Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen damit rechnen. „Bei schweren Sturmböen können größere Äste von Bäumen fallen, teils auch Bäume umstürzen und Gegenstände umherfliegen.“
Den Prognosen zufolge ziehen die Gewitter in der Nacht dann in die Landesmitte und den Osten, schwächen sich dabei aber allmählich ab.
In West-Europa ist auch in den nächsten Tagen keine Abkühlung in Sicht. Italien rief für einige Städte Hitzewarnungen aus. In Frankreich werden immer neue Hitzerekorde aufgestellt.
29.05.2026 | 1:38 min
Samstag: Starkregen im Westen, sonniger Süden, kühler Norden
Am Samstag gibt es dann den Angaben zufolge eine gewisse Wetterdreiteilung:
- In einem Streifen von der Eifel über Hessen, Südthüringen bis zu den ostbayerischen Mittelgebirgen bilden sich im Tagesverlauf Schauer und teils kräftige Gewitter. Die Sturmgefahr ist hier nicht so groß wie am Freitag im Westen, dafür kann es punktuell heftigen Starkregen geben.
- Weiter im Süden ist es noch freundlicher mit lediglich vereinzelten Gewittern am Nachmittag. Mit 28 bis 33 Grad wird es dort am wärmsten.
- Im Norden ist hingegen die kühlere und trockenere Luft schon eingeflossen. Dort scheint neben einigen Quellwolken häufiger die Sonne, mit 20 bis 25 Grad. Schauer dürften die Ausnahme bleiben.
Gewitter sind verblüffende Naturereignisse. Stormchaser Lukas Kanzler liebt es, ihnen hinterherzujagen. Helga Thiel hingegen ist sich der Gefahr bewusst: Sie wurde vom Blitz getroffen.
20.04.2026 | 6:55 min
Weiterer Gewittertag am Sonntag
„Am Sonntag steht uns der nächste Gewittertag ins Haus“, erklärt Übel. So würden schon am Morgen im Westen erste Schauer und Gewitter aufziehen. Diese breiteten sich dann im Tagesverlauf auf den gesamten Süden und die Mitte des Landes aus.
In der schwülwarmen Luft kann es bei den Gewittern heftig schütten, mit der Gefahr lokaler Überschwemmungen und vollgelaufener Keller.
Markus Übel, Meteorologe
„Die Gewitter können zudem auch mit Hagel und Sturmböen begleitet sein“, sagt er. Am Nachmittag und Abend beruhige sich das Wetter im Westen.
In der schwülwarmen Luft werden vor den Gewittern laut DWD nochmals 25 bis 30 Grad erreicht. Ruhiger und weniger warm ist es im Norden mit Temperaturen zwischen 19 und 25 Grad – und mehr Sonnenschein.
Nachrichten | Wetter
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Quelle: dpa
Über dieses Thema berichtete das gemeinsame Morgenmagazin von ARD und ZDF am 29.05.2026 ab 05:30 Uhr.
