US-Ministerium ermittelt gegen Klägerin Carroll



Sie bezichtigte Donald Trump lange vor dessen Präsidentschaft des sexuellen Missbrauchs – und gerät jetzt ins Visier seiner Regierung: Medienberichten zufolge ermittelt das US-Justizministerium wegen Meineids gegen die Autorin Jean Carroll. Die Behörde prüfe, ob Carroll in dem Zivilverfahren gegen den heutigen Präsidenten nicht die Wahrheit gesagt habe, berichteten die Sender ABC News und CNN unter Berufung auf ungenannte Quellen.

CNN zufolge geht es dabei um eine eidesstattliche Erklärung Carrolls, wonach sie keine externe Finanzierung für ihre Klage erhalten habe. Später sei aber bekanntgeworden, dass der Milliardär Reid Hoffman einen Teil der Kosten übernommen hatte. Der amtierende Justizminister Todd Blanche hat sich laut CNN aus den Ermittlungen zurückgezogen, weil er zu der Zeit als Anwalt für Trump arbeitete.

Eine New Yorker Geschworenenjury sah es 2023 als erwiesen an, dass Trump die US-Autorin 1996 in einem New Yorker Nobelkaufhaus angegriffen, sexuell missbraucht und später verleumdet hatte. Er wurde zu einer Entschädigung in Höhe von fünf Millionen US-Dollar (rund 4,3 Millionen Euro) verurteilt. Trump wies die Anschuldigungen stets zurück. Strafrechtlich waren die Vorwürfe zwar verjährt, zivilrechtlich stand der Rechtsweg jedoch offen.

In einem zweiten Verleumdungsprozess wurde Trump Anfang 2024 zu einer Entschädigungszahlung von 83,3 Millionen Dollar an Carroll verurteilt. (dpa)



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